Zu den weiteren Opern-Neuproduktionen gehören Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos" in der Regie von Ersan Mondtag und Olivier Messiaens "Saint François d'Assise", das von Romeo Castellucci in Szene gesetzt wird.
Das Konzertprogramm ist ein Who-is-Who der Klassik-Szene. Am Klavier sitzen etwa Stars wie Martha Argerich, Yuja Wang oder Igor Levit. Angesichts des Umbruchs an der Festival-Spitze werden wohl auch die zwei geplanten Klavier-Auftritte von Hinterhäuser für Aufmerksamkeit sorgen.
Wie man auch ohne Karten etwas vom Festival mitbekommt
Bis Ende August stehen 208 Aufführungen auf dem Programm. Der Verkauf der knapp 218.000 Tickets laufe hervorragend, heißt es aus dem Festivalbüro.
Für einige Produktionen ist aber keine Reise nach Salzburg nötig: Arte überträgt "Carmen" am 8. August, "Ariadne" läuft am 15. August auf 3sat. Etliche Theater-Koproduktionen wandern nach den Festspielen weiter: Das Berliner Ensemble führt danach Handkes Stück in der deutschen Hauptstadt auf, das Thalia Theater spielt Molières "Menschenfeind" auch in Hamburg, und im Wiener Burgtheater wird das Jelinek-Stück zu sehen sein.
Wie die Festspiel-Geschichte nach dem Sommer weitergeht
Mit der Bestellung Bergmanns als Übergangs-Chefin ist die Personalfrage des Festivals noch nicht langfristig gelöst. Nach diesem Sommer sollen Hearings zur Besetzung des Intendantenpostens ab Herbst 2027 stattfinden. Für die Position bewerben sich 17 Männer und vier Frauen.
Auch finanziell steht das Festival vor großen Herausforderungen: Der geplante Ausbau der Festspiel-Infrastruktur soll 519 Millionen Euro kosten. Das Management ist optimistisch, dass der Finanzplan hält. Doch nach Schätzung des österreichischen Rechnungshofs könnte die Summe bis auf 635 Millionen Euro steigen, wie das Magazin "Profil" berichtete.