Ortsentwicklung Röslau schließt Baulücken

In der Ebertstraße in Röslau entstehen durch den Abriss leer stehender Häuser neue Bauflächen. Foto: Jörg Gulden

Innerorts schafft die Gemeinde Baugrund. Aus einer großen entstehen in der Ebertstraße zwei kleinere Flächen. Hier soll auch eine Hausarztpraxis entstehen.

Röslau - Die Gemeinde Röslau kommt Bauwilligen entgegen. Nicht nur die niedrigen Zinsen lassen in der Region die Nachfrage nach Bauland steigen, auch immer mehr Familien und Naturliebhaber schätzen das Leben auf dem Land – das Fichtelgebirge gewinnt zunehmend an Attraktivität.

Das ist auch im Röslauer Gemeinderat bekannt. Daher wurden seit geraumer Zeit die Möglichkeiten der Gemeinde, immer im Rahmen des finanziell Machbaren, diskutiert und geplant.

Der Gemeinderat ist sich einig, mit gutem Beispiel voranzugehen, um dringend notwendige Bauplätze auszuweisen und vor allem Baulücken im Ortsbereich möglichst zu schließen.

Eigentümer unbebauter Grundstücke im Ort könnten den Weg der Gemeinde Röslau unterstützen, indem sie den Grund bauwilligen Interessenten zum Verkauf anbieten. Der Gemeinde würden dadurch aufwendige Grundstücksvorkäufe, Planungs- und Erschließungskosten erspart, sagt Bürgermeister Torsten Gebhardt. Und: „Baulücken und Leerstände tragen nicht zu einem positiven Ortsbild bei.“

Im Jahr 2018 hat die Gemeinde zwei Grundstücke mit insgesamt 1500 Quadratmetern samt leer stehender Wohnhäuser in der Ebertstraße nahe der Grundschule zur Neuausrichtung erworben. Außer den Überlegungen für die Ansiedlung eines neuen Hausarztes und den damit notwendigen Praxisräumen war auch der Bau eines Mehrfamilienhauses im Gemeinderat in der Diskussion.

Das Architekturbüro Kuchenreuther aus Marktredwitz wurde mit einer Machbarkeitsstudie für die Nachnutzung beauftragt. Dementsprechend wird nun die alte Bausubstanz abgerissen und das große Grundstück in zwei kleinere aufgeteilt. Die beiden Flächen wurden laut Bürgermeister Gebhardt attraktiver und praxisgerechter für die zukünftige Bebauung zugeschnitten.

Die Gemeinde kalkuliert bei dem Bauvorhaben mit einer Gesamtsumme von rund 100 000 Euro. Dank der Städtebauförderung „Förderoffensive Nordostbayern“ der Regierung von Oberfranken kann mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 90 Prozent gerechnet werden.

Mit dem Rückbau hat das Abbruchunternehmen Plannerer bereits begonnen. Innerhalb weniger Tage waren die Gebäude entkernt und abgetragen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres werden die Flächen daher schon für die neuen Grundstücksbesitzer bereitstehen.

 
 

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