Ostern, ein Freudenfest Der Tod hat nicht das letzte Wort

Dekan Volker Pröbstl, Selb
Wenn die Glocken am Ostersonntag läuten ist der Tod Jesu überwunden. Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

In seinem geistlichen Wort zu Ostern erinnert Dekan Volker Pröbstl an die frohe Botschaft und den Sieg Gottes über die Finsternis.

 
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   OSTERN

Die glocken läuteten,

als überschlügen sie sich vor freude

über das leere grab

Darüber, daß einmal

etwas so tröstliches gelang,

und daß das staunen währt

seit zweitausend jahren

(Reiner Kunze)

Es ist für mich ein starker Trost. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Wir feiern an Ostern, dass Gott den Tod überwindet. Mit dem Tod ringt er alles nieder, was das Leben finster macht: Den Hass, der Jesus ans Kreuz gebracht hat, die Lust an der Gewalt, die sich an Jesus austobte, die Häme der Mächtigen, die sein Sterben begleitete... Alles ist überwunden und vorbei. Alles das gehört zur vorläufigen Welt und hat keinen Platz in Gottes ewigem Leben.

Darüber staunen Christinnen und Christen seit zweitausend Jahren und sie staunen nicht nur. Wer Ostern mitfeiert, lässt sich in die Freude hineinziehen. Mit dieser Freude im Herzen wird die Welt bunt. Es beginnt draußen zu grünen und zu blühen. Seit dem frühen Morgen zwitschern die Vögel.

Doch obwohl die glocken so heftig gegen die mitternacht hämmerten – nichts an finsternis sprang ab

Tagtäglich holen uns die Nachrichten aus den Finsternissen ein. Die Kriege sind nicht weit entfernt. Lügen und Herzen haben weiter ihre Macht. Blindwütige Terroristen feiern die Lust an der Gewalt. Die alte Welt bleibt finster. Soweit kann ich dem Dichter Reiner Kunze folgen.

Und doch: Das letzte Wort ist nicht gesprochen. Einmal hat Gott den Tod und alle finstere Macht überwunden. Nein, nicht nur „einmal“ sondern „ein für alle mal“!

Wenn am Ostermorgen die Glocken läuten und die Botschaft von Gottes Sieg verkünden, dann wird unsere Hoffnung stark: Gott ist am Werk. Er wird diese alte, finstere Welt verwandeln. Er ringt nieder, was das Leben düster und bedrohlich macht. Er macht es auch durch Menschen, die von der Hoffnung bewegt sind. Sie meistern mit dieser Hoffnung ihr Leben und geben die Hoffnung weiter. Das feiern Christen seit zweitausend Jahren und sie feiern es auch an diesem Osterfest.

Hoffnungsfrohe Festtage wünscht

Dr. Volker Pröbstl, Dekan

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