Partnerstadt Mende Wunsiedel feiert seine Städtepartnerschaften

Jürgen Henkel

Beim Brunnenfest am Sonntag wird besonders an das 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Mende in Frankreich erinnert. Auf dem Marktplatz gibt es bei großer Hitze ein mitreißendes Programm.

Temperaturen von über 30 Grad, Feierlaune bei kühlen Getränken und einem mitreißenden Bühnenprogramm und dazu der Marktplatz als Festplatz: Die Wunsiedler ließen es sich nicht nehmen, am Sonntag beim Brunnenfest auch die Städtepartnerschaften zu feiern. Besonders wurde an das 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Mende in Frankreich erinnert.

Aufgrund der Hitze blieben etliche Bänke der Biertischgarnituren unter der heißen Sonne zwar leer. Dafür bevölkerten Hunderte von Wunsiedlern und Gästen in Feierlaune aber jeden schattigen Sitzplatz unter den lauschigen Bäumen des Marktplatzes, ob Bank oder Stuhl. Auch vor der Eisdiele bildeten sich immer wieder lange Schlangen, versprach doch auch das Eis etwas Kühlung. Viele ließen es sich gut gehen an diesem Sonntagnachmittag bei abwechslungsreicher Kulinarik von Süßigkeiten für die Kleinen über Crêpes, Kaffee und Kuchen bis hin zu Bratwürsten und Gegrilltem. An den Laternen waren stimmungsvolle Fotos aus allen Partnerstädten im Posterformat angebracht.

Juniorengarde präsentiert Tänze

Auf der Bühne sorgten die Stadtkapelle der Festspielstadt sowie die Ensembles „Beau Saxo“ und „Swing Melodie“ für musikalische Unterhaltung. Ein zündendes Tanzprogramm hatten die Juniorengarde und die Ü-15-Garde der Tanzsportgarde Wunsiedel im Gepäck. Deren Vorsitzende Andrea Jena moderierte die fetzigen Showeinlagen und freute sich über die Auftritte ihrer Mädchen und Jugendlichen nach langer Corona-Pause – und noch dazu zu einem so schönen Anlass. Die Jugendgarde entführte die Zuschauer auf eine kulinarische Reise durch Länder dieser Welt von Indien bis Griechenland. Die Ü-15-Garde gab ein Pink-Medley zum Besten.

Der Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik dankte der Tanzsportgarde sowie allen Helferinnen und Helfern für die gute Vorbereitung des Nachmittags, die Bewirtung und das Programm. „Der Brunnenfestsonntag war hier bei uns schon immer ein Tag der Partnerstädte. Wir freuen uns, dass wieder Delegationen aus unseren Partnerstädten hier sind. Unsere italienischen Freunde aus Volterra lassen grüßen. Sie bereiten sich derzeit auf ihre Bewerbung als italienische Kulturhauptstadt vor.“

Friede und Völkerverständigung nicht selbstverständlich

Lahovnik betonte die Bedeutung der Städtepartnerschaften. „Bei uns werden die Städtepartnerschaften aus tiefstem Herzen gelebt. Heuer merken wir besonders, dass Frieden und Völkerverständigung nicht selbstverständlich sind. Solche Partnerschaften leben nicht von großen Reden, sondern vom Gespräch und von Begegnungen.“ Lahovnik bat alle offiziellen Gäste und die Aktiven der Partnerschaftskomitees und der Deutsch-Französischen Gesellschaft auf die Bühne und dankte allen für ihr Engagement.

Bei einem Festakt am Sonntagabend würdigten Politiker und engagierte Ehrenamtliche aus der Partnerarbeit besonders die 40-jährige Städtepartnerschaft zwischen Wunsiedel und Mende. Richard Beilein von der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wunsiedel gab dabei einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Partnerschaft. Der damalige Stadtrat hatte beschlossen, Verbindungen mit einer französischen Stadt aufzunehmen. Man einigte sich schließlich auf die Stadt Mende in der Lozère, wegen der vergleichbaren Größe, der Geschichte, der Bevölkerungsstruktur und der geografischen Lage.

 

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