Pfarrerin Felizitas Böcher Ja zur Münchberger Kanzel

Die Geste zählt (von links) Gerhard Ströhla, Gunther Maasberg (verdeckt), Nils Böcher, Felizitas Böcher, Pfarrerin Johanna Lunk, Dekan Wolfgang Oertel, Pfarrer Florian Wilhelm, Gerhard Ströhla und Pfarrer Sebastian Roth. Foto: Kirchengemeinde

Pfarrerin Felizitas Böcher bleibt in Münchberg. Sie hat sich für die Gemeinde entschieden. Dort freut man sich über die immer gut gelaunte Pfarrerin.

Münchberg - Jetzt ist es offiziell: Am Sonntag ist Pfarrerin Felizitas Böcher durch Dekan Wolfgang Oertel auf die vierte Pfarrstelle Münchberg installiert und eingesegnet worden. „Ich freue mich, dass Sie Gottes Ruf gefolgt sind und sich dafür entschlossen haben, hier im Dekanat Münchberg zu bleiben und engagiert zu wirken“, sagte Oertel. Auch die Kollegen seien froh und glücklich darüber, eine Frau im Team zu haben, die bereichere, die Gaben mit einbringe und irgendwie immer gut drauf sei - „wie ihr Vorname ja auch aussagt.“

Die in Oelde/Westfalen geborene Pfarrerin war in ihrer Probezeit am im September 2020 nach Münchberg gekommen und hat bisher die vierte Pfarrstelle vertreten. Nach ihrem Studium war die heute 37-jährige Böcher zunächst Vikarin in Roth und hat dann die Pfarrstelle Barthelmesaurach im Dekanat Schwabach vertreten. „ Sie hätte sich auf jede freie Pfarrstelle bewerben können, doch sie hat sich entschieden, hier zu bleiben. Das ist ein großes Glück!“, erklärte Dekan Oertel den Gemeindegliedern.

Bei der Einsegnung assistierten Gerhard Stöhla und Gunther Maasberg vom Kirchenvorstand Münchberg, Ehemann Nils Böcher und Pfarrer Sebastian Roth, ein langjähriger Freund und Kollege aus der Kirchengemeinde Obernbreit bei Kitzingen.

Pfarrerin Böcher machte in ihrer Predigt deutlich, dass wir Menschen immer wieder sündig werden, aber unter Gottes Vergebung leben und deshalb zuversichtlich in die Zukunft gehen können.

Bei den sich anschließenden Grußworten überreichte zweiter Bürgermeister Max Petzold einen Münchberger Kalender und warb für die schöne Stadt. Pfarrerin Dr. Johanna Lunk hieß als Seniora Felizitas Böcher im Pfarrkapitel des Dekanates Münchberg mit einem Geschenk willkommen. Dekan Oertel überreichte neben einem Buch über die Geschichte der Kirchengemeinde Münchberg und Blumenstrauß auch ein Geschenk an ihren Mann mit dem Hinweis, dass „Ihr Ehemann Nils drauf achten soll, dass es auch Zeiten gibt, an denen wir Gott wirken lassen und eben nicht 24/7 alles selber machen müssen.“

Uli Sommermann als Vorsitzender des Kirchenvorstandes und Präsides der Dekanatssynode, der auch die Grußworte moderierte, freute sich, dass Münchberg die einzige gehörlose Pfarrerin in Bayern hat und die Gemeinde dadurch gelernt habe, Worte mit Gesten wie dem beidhändigen Winken anstatt zu klatschen zu untermauern. Der passionierten Kaffeetrinkerin Böcher überreichte der bekennende Teetrinker Sommermann zum Abschluss zwei Bücher über guten Kaffee.

Im Gottesdienst wirkten weiterhin der Münchberger Kollege Pfarrer Florian Wilhelm und Matthias Wittich an der Orgel mit, der den Gottesdienst feierlich umrahmte.

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