Die Bürger in der Stadt und im Landkreis Hof wünschen sich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben – auch im Alter und nach Unfall oder schwerer Krankheit, wenn Pflege nötig ist. „Ambulant vor stationär“ lautet deshalb das Motto der politisch Verantwortlichen. Pflegedienste, die ins Haus kommen, sind heute selbstverständlich. Aber wie lange noch? 80 Prozent der zu Pflegenden werden in der Region in häuslicher Gemeinschaft durch Angehörige, Ehrenamtliche und Pflegedienste versorgt. Nicht zuletzt, weil der Platz im Pflegeheim teuer ist. Doch was Fachleute am Mittwoch im Rahmen der Pflegekonferenz über die Situation in der ambulanten Pflege im Hofer Land berichteten, lässt die Alarmglocken schrillen. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Pflegebedürftigen zunehmen, gleichzeitig fehlen Arbeitskräfte. In abgelegenen Regionen von Frankenwald und Fichtelgebirge ist der Einsatz für die Pflegedienste inzwischen zum Draufzahlgeschäft geworden. So könne es nicht weitergehen, sagen die Geschäftsführer von Hospitalstiftung, Caritas und Hudetz-Pflegedienst.
Pflegekonferenz in Hof Akteure schlagen Alarm
Lisbeth Kaupenjohann 15.06.2023 - 16:52 Uhr