Die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern ist von 2017 bis 2024 um 62 Prozent auf 626.500 gestiegen. Hauptgrund ist die 2017 erfolgte Einführung des Pflegegrades 1, mit dem auch Menschen mit psychischen Erkrankungen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung bekommen haben. Die Zahl der Berechtigten in der Pflegestufe 1 hat sich in diesem Zeitraum auf 117.500 nahezu verfünffacht. Das geht aus dem neuen Pflegereport der Barmer-Krankenkasse hervor. „Zentraler Kostentreiber ist nicht die Alterung in der Gesellschaft, sondern die Pflegereform aus dem Jahr 2017“, erklärte Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred Kindshofer in München. Mit dieser sei auch das Leistungsangebot insgesamt erweitert worden. Die Pflegeversicherung müsse deshalb umgehend reformiert und finanziell stabilisiert werden. „Die Beitragszahler dürfen nicht noch stärker belastet werden“, sagte Kindshofer.