Photovoltaik „Kein Widerspruch mehr möglich“

Uwe Faerber

Der Gattendorfer Bürgermeister ärgert sich über Änderungen des Baugesetzes.

Sonnenkollektoren neben einer Autobahn. Foto: picture-alliance/ dpa/Rolf Haid

Beim Thema Energiewende will der Bund bestimmen, wo es langgeht – und das offenbar ohne Mitsprache von Städten und Gemeinden. Diese Kritik erhob sich in der Gattendorfer Gemeinderatssitzung, als Bürgermeister Stefan Müller (CSU) über Änderungen des Baugesetzes informierte, die der Bund ohne „Vorwarnung“ vorgenommen habe. Demnach werden Photovoltaik-Anlagen entlang von Autobahnen und Eisenbahnstrecken privilegiert – ohne Widerspruchsmöglichkeit für die Kommunen. So fördere der Bund die erneuerbare Energie, wie aus einem Rundschreiben des Deutschen Landkreistages hervorgeht und aus dem Müller zitierte.

Nach der Werbung weiterlesen

Die Sonnenkollektoren könnten künftig je 200 Meter links und rechts von Autobahnen und Schienenwegen platziert werden – und keiner könnte es verhindern, sagte Müller, der das als „Wildwuchs von oben nach unten“ bezeichnete. Keiner habe dann noch Einfluss auf Investoren. Wahrscheinlich werde das auch mit Windrädern so passieren, befürchtete er.

Dabei ist sei in Oberfranken von Nachteil, dass es hier magere (sprich: billige) Böden gebe. Da lohne sich Kauf oder Pacht, um darauf Solaranlagen zu errichten. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Süden die teuren Böden überbaut werden.“