Wer Probleme mit den Augen hat, vereinbart einen Termin beim Augenarzt. Hat man’s an Knie, Schulter oder Rücken, ist der Orthopäde der Ansprechpartner der Wahl. Hautauffälligkeiten kann der Dermatologe einschätzen, und mit verstopften Nebenhöhlen ist man am besten beim HNO-Arzt aufgehoben. So weit, so logisch. Geht es nach der neuen schwarz-roten Bundesregierung, kann man demnächst allerdings nicht mehr einfach so beim Facharzt vorstellig werden: Das von Union und SPD vorgeschlagene Primärarztsystem sieht vor, dass man immer zuerst eine Überweisung vom Hausarzt benötigt – oder alternativ selbst zur Kasse gebeten wird.