Plan für Marktleuthen 2,5 Kilometer neuer Weg entlang der Eger

Neben einem 1760 Meter langen Stück vom Viadukt die Eger entlang werden noch zwei weitere Abschnitte des Wegs, westlich der Stadt und bei Wendenhammer, neu angelegt. Foto: /pr

Der Haushalt ist genehmigt. Jetzt können Aufträge vergeben werden. Ein attraktives Erscheinungsbild der Stadt gehört dazu. Und neue Wege für Fußgänger und Radler.

Die Top-Mitteilung des Abends, die Bürgermeisterin Sabrina Kaestner vermelden konnte, war: „Der Haushalt 2022 ist genehmigt, wir sind handlungsfähig!“ Das Budget der Stadt für das Jahr beträgt insgesamt 9 139 600 Euro, davon entfallen 5 931 500 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 3 208 100 Euro auf den Vermögenshaushalt. Das bedeutet, dass die Kommune nun geplante Aufgaben in Angriff nehmen und dafür Aufträge vergeben kann, etwa die Anlage des Urnenfelds im Friedhof Großwendern. Hierzu sei man bereits mit der ausführenden Firma in Kontakt, teilte Bauhofleiter Gerd Göschel dem Gremium mit.

Wie bereits im Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsausschuss behandelt, schlägt die ESM als Abschlussprüfer der Jahresrechnung der Stadtwerke Marktleuthen für 2022 das Nürnberger Büro PKF Fasselt vor. Diesem Vorschlag folgten die Stadträte einstimmig. Den Auftrag, das Dorfgemeinschaftshaus in Hebanz einzudecken, erhielt der örtliche Betrieb H.G. Bedachungen.

Wegebau mit Fördermitteln

Sobald die Förderbescheide eingegangen sind, können auch die Aufträge für drei Teilstücke eines Geh- und Radweges an der Eger vergeben werden. Dabei handelt es sich um Abschnitte außerhalb des Stadtgebiets bei Wendenhammer mit einer Gesamtstrecke von rund 2500 Metern. Das Budget dafür ist mit knapp 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Hierfür ermächtigte das Gremium die Bürgermeisterin.

15000 Euro Schaden durch Graffiti

In jüngster Zeit sei es wieder verstärkt zu Sachbeschädigungen durch Schmierereien gekommen, teilte Sabrina Kaestner unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ mit: Graffiti-Sprüher verursachten im Bereich Martin-Luther-Straße und der Grundschule Schäden, die sie mit 15 000 Euro bezifferte. Sie bat um Hinweise an die Polizei. Stadtrat Michael Hermann (CSU) erkundigte sich nach den Vandalismusvorfällen, die vor einigen Monaten bereits einmal Thema im Stadtrat waren. Diese seien einmalig gewesen, es habe danach keine weiteren Vorfälle gegeben, informierte die Bürgermeisterin.

Bauhof kommt nicht mit der Arbeit nach

Die Verschönerung des Ortsbildes lag einigen Stadträten am Herzen, etwa die Säuberung der Gerinne am Marktplatz oder die Bestückung der Fahnenmasten am Kreisverkehr. Zu Letzterem erklärte Sabrina Kaestner, dass im Haushalt für dieses Jahr ein Budget zur Neugestaltung vorgesehen sei. Hierzu freue sich die Verwaltung über Vorschläge aus den Fraktionen. Wegen baulicher Maßnahmen wie den tiefen Kanaldeckeln im Drosselweg und in der Goethestraße, die SPD-Stadtrat Florian Lugert bemängelte, bat das Stadtoberhaupt um Verständnis: Das Problem sei bekannt, aber der Bauhof sei angesichts vieler anderer dringlicher Aufgaben einfach noch nicht dazugekommen. Laut Gerd Göschel habe man das aber „auf dem Schirm“.

Foto von der „kleinen Hexe“

Für die Stadtbücherei wird eine Betreuungskraft gesucht, da die bisher Zuständige in den Ruhestand geht. Hierfür seien bereits einige Bewerbungen eingegangen, sodass man zuversichtlich sei, die Ausleihe nach der Sommerpause wieder öffnen zu können, sagte die Bürgermeisterin.

An dieser Stelle handelte sich Stadtrat Harald Fischer (CSU) eine Ermahnung ein: Er hatte sein Mobiltelefon gezückt, um ein Foto zu machen. Das sei bekanntlich bei den Sitzungen nicht gestattet, rügte die Vorsitzende. Er wollte doch nur die „kleine Hexe“ fotografieren, erklärte der Neudorfer. Und damit sei nicht Sabrina Kaestner gemeint, sondern das Buch, mit dem sie das Thema „Stadtbücherei“ in ihrer Präsentation illustriert hatte.

Nach einer knappen halben Stunde schloss die Bürgermeisterin den öffentlichen Teil. Die nächste Sitzung findet turnusmäßig am 28. September statt. Ein Ferienausschuss ist nicht geplant.

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