Die Art und Weise, wie sich manche an Julia Ruhs abarbeiten oder sie als Hoffnungsträgerin feiern, verrät viel über die aufgeregte Debattenkultur im Land. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ widmete der BR-Journalistin jüngst einen dreiseitigen, oft wenig schmeichelhaften Artikel samt Bild. Die „Spiegel“-Autorin bezeichnet sie als „prominenteste Konservative in der ARD“. Und wirft Ruhs vor, in ihrem Buch „Links-grüne Meinungsmacht. Die Spaltung unseres Landes“ Kulturkampffloskel an Kulturkampffloskel zu reihen. Auch die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) sieht sie als „Kulturkämpferin“, die ein rechtes Publikum für die Öffentlich-Rechtlichen zurückgewinnen wolle. Und der TV-Satiriker Jan Böhmermann nannte die ARD-Sendung „Klar – Was Deutschland bewegt“, in der Ruhs über Themen wie Migration und die Folgen der Coronapandemie berichtet, „rechtspopulistischen Quatsch“.
Politik und Medien Umstrittener Shooting-Star nimmt Hörbuch in Kulmbach auf
Matthias Will 03.09.2025 - 10:00 Uhr