Präventionsprojekt Polizei zeigt Schülern drastische Folgen des Rasens

„Rasen tötet“: In diesem Projekt wollen Polizeibeamte Schülern die Gefahren aufzeigen, die zu schnelles Fahren mit sich bringt.

Zur Veranschaulichung zeigen die Polizeibeamten den Schülern diese Fahrzeuge, die bei einem illegalen Autorennen einen Unfall hatten – der tödlich ausging. Foto: Polizei

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr: Das sorgt regelmäßig nicht nur für hohe Sachschäden, sondern auch für schwere bis tödliche Verletzungen und großes persönliches Leid.

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Um jungen Menschen, gerade Fahranfängern und solchen, die es noch werden wollen, einen Einblick in die Gefahren hoher Geschwindigkeit zu geben und sie dafür zu sensibilisieren, halten Beamte der Polizeiinspektion Hof im Rahmen des Verkehrspräventionsprojekt „Rasen tötet“ der bayerischen Polizei am Mittwoch, Donnerstag und Freitag Vorträge in Schulen.

Die Präsentation dauern etwa eineinhalb Stunden. Die Beamten wollen den Schülern verdeutlichen, welche gravierenden Auswirkungen Geschwindigkeitsverstöße haben können. Sie bringen einen speziellen „Präventionsanhänger“ der Bayerischen Polizei mit: Darauf befinden sich zwei Unfallfahrzeuge, ein völlig zerstörtes Auto und ein Motorrad. Dieser Anhänger wurde nach einem verheerenden Unfall bei einem illegalen Fahrzeugrennen im Juli 2018 auf einer kurvigen Bergstrecke im Bayerischen Wald konzipiert – bei dem Unfall ist ein Unbeteiligter ums Leben gekommen.

Die Polizeibeamten erläutern den Schülern, wie es zu dem Unfall mit den dramatischen Folgen gekommen ist und präsentieren zudem emotionale Interviews sowie Hintergründe, Folgen und Konsequenzen für die einzelnen Unfallbeteiligten, aber auch die Hinterbliebenen des bei dem Unfall Getöteten. Dadurch soll insbesondere bei Fahranfängern das Bewusstsein geschaffen werden, welche Auswirkungen der „Kick“ am Steuer haben kann.

Termine und Schulen

Folgende Termine sind vorgesehen – an jeder Schule halten die Polizeibeamten jeweils zwei Vorträge für unterschiedliche Schülergruppen:

  • Am Mittwoch, 11. Februar: Wirtschaftsschule Hof (Vorträge in der FOS/BOS) Longoliusplatz 1 in Hof.
  • Donnerstag, 12. Februar: FOS/BOS, Longoliusplatz 1 in Hof.
  • Freitag, 13. Februar: Berufsschule Hof, Pestalozziplatz 1 in Hof.

Die Referenten der Polizeiinspektion Hof sind am Mittwoch und Donnerstag der Polizeihauptmeister und Verkehrserziehen Pierre Krtitschka sowie am Freitag Polizeiobermeister Artur Gruber – er ist der Jugendkontaktbeamte der Polizei. Mit dabei ist zudem als Gastreferent ein junger Mann, der wegen erheblicher Verkehrsverstöße rechtskräftig verurteilt wurde. Nun schildert er seine eigenen Erfahrungen und möchte damit andere junge Menschen vor derartigen Fehlern bewahren.