Der Komponist Emmerich Kalman selbst hat seine Operette „Die Bajadere“ als sein opernhaftestes Werk gesehen. Im Gegensatz zur „Csardasfürstin“ oder zur „Gräfin Maritza“ ist das Stück heute weitgehend aus den Spielplänen verschwunden. Zugegeben, vieles aus der „Bajadere“ ist ein wenig aus der Zeit gefallen. Wenn es die Bajadere dennoch wert ist, aufgeführt zu werden, dann vor allem wegen der wunderbaren Musik, die immer wieder mit fremdländischen Anklängen spielt, aber dennoch nie den ungarischen Ursprung verlässt und mit Wiener Walzer kokettiert. In einer Hofer Erstaufführung hatte die Operette am Freitagabend Premiere am Theater. Allen Beteiligten ist ein echter Coup gelungen. Überragende Solisten, die glänzend aufgelegten Symphoniker unter Michael Falk, eine erstklassige Ballettcompagnie und eine traumhafte Ausstattung machten Hof für knapp drei Stunden zum Mekka der Operette.
Premiere am Theater Hof „Die Bajadere“ – entzückend
Stephan Herbert Fuchs 21.12.2025 - 10:53 Uhr