„Die Blinde führt die Blinde.“ Das soll ein Scherzchen sein, als die Schwestern Blanche und Stella sich auf einen kleinen Trip in die Stadt aufmachen. Nur: Es trifft besser zu, als die beiden wahrhaben wollen. Blanche sieht nicht, besser: will nicht sehen, wohin sie abstürzen wird. Stella sieht nicht, wo sie gelandet ist – will es nicht sehen. Es soll noch grausam werden. Was auf der Bühne des Hofer Theaters zu sehen ist, macht betroffen. Regisseur Harry Fuhrmann macht aus dem Pulitzer-Preis-Stück „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams eine zeitlose Täter-Opfer-Studie, die heftig beklatscht wird.