Da sitzen die beiden aus dem Rummel-Proletariat vergessen in der Ecke. „Lass uns träumen am Meer, einen Traum voll Amor“ singt die namenlose Sängerin (Cornelia Löhr) lustlos, während der Musiker (Franz Tröger) die Akkorde von „Sag mir quando, sag mir wann“ mechanisch am Keyboard spielt. Der Traum von Amor, er zerreißt immer wieder in „Kasimir und Karoline“, das das Theater Hof am Freitag in die Premiere geführt hat. Das Stück von Ödön von Horváth inszeniert Intendant Reinhardt Friese mit viel Empathie. Was da an Seelenleichen auf der Drehscheibe angefahren kommt, das tut weh.