Projekt Hof will junge Leute einbeziehen

Wie wollen Kinder und Jugendliche in Hof leben? Antworten auf diese Frage sind der Stadt wichtig.

  Foto: Frank Wunderatsch

„In welcher Stadt wollen wir leben?“ Diese Frage möchte die Stadt Hof mit jungen Menschen diskutieren – sie will ihnen eine Plattform bieten, auf der sie ihre Sichtweisen zur Stadtentwicklung austauschen können. Denn Kinder und Jugendliche seien bei diesem Thema ernstzunehmen, heißt es dazu in einer Mitteilung. Durch diesen „Perspektivwechsel“ hoffe die Stadt Hof auf Antworten, wie Hofer Kinder und Jugendliche ihre Lebensumwelt wahrnehmen und wie sie sich ihren städtischen Raum zu eigen machen.

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Städte und Gemeinden stünden generell vor großen Herausforderungen. „Themen wie demografische Entwicklung, Klimawandel, Digitalisierung, wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung bestmöglicher Chancen für alle Kinder und Jugendlichen erfordern tief greifende gesellschaftliche Veränderungen“, erklärt die Pressestelle der Stadt Hof. Mit dem sogenannten Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) setze sich Hof intensiv mit diesen Zukunftsthemen auseinander. Dabei sei die Meinung aller Hoferinnen und Hofer von großer Bedeutung, insbesondere die der Kinder und Jugendlichen.

Zukunftscamp

Der Höhepunkt ist ein Zukunftscamp am Samstag, 6. Juli, von 15.30 bis 22 Uhr im Schiller-Quartier. Unter dem Motto „Du machst Zukunft!“ sind alle jungen Menschen ab zwölf Jahren eingeladen, ihre Ideen zu teilen. Die Veranstaltung bietet ein Programm mit Workshops, Austausch und Feiern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In drei Workshops diskutieren die Jugendlichen über die Gestaltung des Zusammenlebens in Hof in den kommenden Jahren. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Stadtentwicklung, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit. Und damit auch direkt mit der Umsetzung einer Idee begonnen werden kann, gibt es 5000 Euro Anstoßfinanzierung, über die vor Ort abgestimmt wird.

Ein DJ sorgt für gute Stimmung. Ergänzt wird das Programm durch Mitmachworkshops wie „Paint your Vinyl“, eine Fotobox, Festival-Tattoos und ein Reaction-Game. Organisiert wird das Event von jungen Menschen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Was bisher geschah

Die Stadt Hof hat zwei Projekte entwickelt, um die jungen Menschen aktiv in die Stadtstrategie Hof 2040 einzubeziehen. Die Ergebnisse fließen in unterschiedliche Konzepte ein, zum Beispiel das ISEK (integriertes Stadtentwicklungskonzept), den Klimamobilitätsplan, die Jugendhilfeplanung der Stadt Hof und viele andere.

Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen haben an ihren Schulen sogenannte subjektive Landkarten entwickelt, die ihre Lebensräume darstellen. Mithilfe der selbst gezeichneten und gemalten Karten konnten individuelle Wahrnehmungen des jeweiligen Stadtteils oder Wohnumfeldes wie Spiel- und Aufenthaltsorte oder auch „Angsträume“ sichtbar gemacht werden. Alle teilnehmenden Schulen erhalten 500 Euro als Dankeschön, mit denen die Grundschulen kleinere Wünsche der Kinder umsetzen können.

Jugendliche ab der fünften Klasse wurden durch das Projekt „Hof 2040 – Zeig’s uns!“ in den Prozess eingebunden. Jede Klasse erhielt eine „Hof 2040 – Zeig’s uns! - Box“, die unter anderem eine anonyme Meinungsabfrage zur Zukunft der Stadt Hof enthielt. In zwei Unterrichtsstunden entwickelten die Schülerinnen und Schüler Modelle für eine jugendgerechte Stadt.