Projekt „Tolle Knolle“ Kinder pflanzen Kartoffeln für ihr Buffet

Sophia Goldner
Der Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik und der Arzberger Bürgermeister Stefan Göcking helfen den Schülern beim Pflanzen. Foto: Sophia Goldner

Die Arzberger Grundschüler bauen ihre eigenen Kartoffeln an. Sie können die Ernte im Herbst kaum erwarten.

Ein schönes, gesundes und nachhaltiges Schulprojekt in Bergnersreuth: Die Drittklässler der Grundschule in Arzberg bauen ihr eigenes Gemüse an und wollen es im Herbst auch selbst wieder ernten. „Tolle Knolle“ heißt das Projekt.

Prominente Hilfe am Acker

Die Kinder buddeln den Boden auf, lockern die Erde und pflanzen die in Töpfen vorgezogenen Kartoffeln ein. Dabei haben sie sogar prominente Unterstützung: Der Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik und der Arzberger Bürgermeister Stefan Göcking helfen ihnen dabei, die Kartoffelpflanzen richtig zu setzen. Dafür stellt das Volkskundliche Gerätemuseum Bergnersreuth seinen Acker zur Verfügung: „Das Museum lebt von solchen Aktionen. Deswegen liegt uns das Kartoffel-Projekt am Herzen“, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums Ronja Storch.

Dass alles reibungslos verläuft, haben Claus Rogler und Wolfgang Bescherer von Bero Landschaftspflege ein Auge auf die Pflanzaktion. Die Schüler haben dabei anscheinend viel Spaß. Ein Mädchen ruft stolz in die Runde: „Meine Kartoffel ist drinnen!“

Zwei Jahren Pause

Das ganze Projekt begleitet die Ökologische Bildungsstätte Hohenberg. Christina Buchwald ist dort Natur- und Wildnispädagogin. Sie hat bei einer Einführungsstunde bereits mit den Schülern die Kartoffeln in die Töpfe gepflanzt. Dabei hat sie ihnen erklärt, warum es wichtig ist, selber Gemüse anzubauen. Aber auch ein paar Informationen zur Kartoffel selbst haben die Schüler während der Vorbereitung gelernt. Am Pflanztag freut sich die Schulleiterin Barbara Zißler-Medick über das Projekt: „Nach zwei Jahren stehen wir endlich wieder am Acker.“ Sie motiviert die Kinder: „Wenn wir alle mit viel Liebe pflanzen, finden wir vielleicht beim Ausgraben sogar eine Herzkartoffel.“ Mit ihr sind auch die Konrektorin Birgit Dick und die Lehrerin Nina Schmidt an dem Kartoffel-Projekt beteiligt.

Kartoffel-Buffet

Bürgermeister Lahovnik, der an dem Termin den Landrat Peter Berek vertritt erklärt den Kindern: „Die Kartoffel ist meine Lieblingsfrucht. Es gibt so viele verschiedene Kartoffel-Gerichte. Ob gerieben, frittiert, gekocht, gestampft oder gebacken – alles schmeckt mir gut. Dabei ist die Kartoffel gleichzeitig gesund und nahrhaft.“ Darauf geht auch Udo Benker-Wienands, der erste Vorsitzende der Ökologischen Bildungsstätte ein: „Mir schmecken auch Kartoffeln. Deswegen freue ich mich besonders auf unseren letzten Termin im Oktober – das Kartoffelbuffet. Da essen wir die Kartoffeln dann in all ihren Möglichkeiten.“ Die Kinder pflanzen die Kartoffeln nämlich nicht nur ein. Sie jäten laut Zißler-Medick auch im Juni das Unkraut, ernten die Kartoffeln nach den Sommerferien und veranstalten ganz zum Schluss ein Kartoffelbuffet.

Stefan Göcking erklärt den Kindern, warum es wichtig ist, selber Gemüse anzupflanzen: „Die regionale Lebensmittelversorgung ist wichtiger denn je. Man spart Transportwege, es gibt kaum Abgase und die Frucht kommt gleichzeitig aus der Region. Gesünder geht es nicht.“

Das Projekt finanziert der Landkreis Wunsiedel.

 

Bilder