Proklamation in Arzberg Schützenkönigin zeigt früh Talent

Christl Schemm
Susanne Gadelmeier ist die neue Arzberger Schützenkönigin. Unser Bild zeigt sie mit ihrem Mann Tobias und den Kindern Charlotte und Vincent (links) sowie (weiter von links) Jungschützenkönig Julian Hösl, Erstem Schützenmeister und Bürgerschützenkönig Thomas Jena und dem scheidenden Schützenkönig und Bürgermeister Stefan Göcking. Foto: Christl Schemm (14)

Susanne Gadelmeier folgt Stefan Göcking als „Majestät“ der Königlich Privilegierten in Arzberg nach. Jungschützenkönig ist Julian Hösl. Thomas Jena zielt beim Bürgerschießen am besten.

Als Kind ist sie bereits als Fahnenträgerin im Schützenfestzug mitmarschiert. Ihre schießsportliche Karriere startete sie beim Bogenschießen gemeinsam mit Vater und Bruder. 1998 wurde sie Jungschützenkönigin mit dem Luftgewehr. Und nun der Höhepunkt der royalen Karriere: Susanne Gadelmeier ist die neue „Königin“ der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Arzberg. Beim Gartenfest am frühen Samstagabend auf dem Anger fand die feierliche Proklamation statt. Jungschützenkönig wurde Julian Hösl, Bürgerschützenkönig Thomas Jena.

Bisschen Panik und Freude

Er ist gleichzeitig Erster Schützenmeister und hatte die Gäste begrüßt. Dabei bedankte er sich bei Karl-Heinz Scholz und dessen Team für die Organisation des Festes sowie bei Harald Ott und Siegfried Förster für die Schießleitung und Auswertung der Ergebnisse. Jena erinnerte an den Werdegang der neuen Schützenkönigin, die nach einer Unterbrechung für schulische Ausbildung, Studium und Familiengründung nun wieder da sei und mit nur geringem Trainingsaufwand erneut ihr Schießtalent gezeigt habe. „Mit einem super Blattl, einem 134-Teiler, auf die Königsscheibe sicherte sie sich den Titel“, würdigte der Erste Schützenmeister die hervorragende Leistung Susanne Gadelmeiers.

Sie zeigte sich bescheiden und sagte, sie wisse nicht, wie es dazu gekommen sei, Schützenkönigin zu werden. Nach dem Königsschuss sei sie zunächst in leichte Panik geraten, habe sich dann aber doch sehr gefreut. „Ich werde jetzt wieder öfter da und dabei sein und freue mich auf den Festzug zum Oktoberfest in München“, betonte sie. Ihrem Vorgänger, Bürgermeister Stefan Göcking, überreichte sie aufgrund dessen Affinität zu Comics das aktuelle Asterix-Heft in fränkischer Sprache und dazu einen „Zaubertrank“. Der scheidende König hatte eine Medaille als Geschenk für seine Nachfolgerin dabei.

78 Teilnehmer bei Bürgerschießen

Der neue Jungschützenkönig zeichnet sich laut Thomas Jena durch großen Trainingsfleiß und die Umsetzung der Hinweise des Trainers aus. Wie Susanne Gadelmeier bekam auch Julian Hösl als Zeichen der Königswürde eine prächtige Kette, die er nun ebenfalls für ein Jahr tragen darf.

Zweiter Schützenmeister Karl Röhrig, der die Proklamation des Bürgerschützenkönigs übernahm, erinnerte an die lange Tradition der Königlich Privilegierten und auch daran, dass viele Schützengesellschaften aus Bürgerwehren entstanden seien. Am Bürgerschießen hätten sich 78 Schützinnen und Schützen beteiligt, etwas weniger als im Jahr 2019, als der Wettbewerb zuletzt stattgefunden hatte. Bürgerschützenkönig wurde mit einem 12,8-Teiler Thomas Jena vor Heike Fürbringer, Barbara Schlegel, Markus Lugert, Falk Rudolph und Christa Hartwich.

Die Böllerschützen der Gruppe Gau Nord-Ost unter der Leitung von Andreas Arlt begleiteten die Proklamationen mit lauten Donnerschlägen. Und die Gäste saßen noch lange, gut mit Essen und Trinken versorgt, in dem kleinen Biergarten vor dem Schützenhaus zusammen.

Die Gewinner

Menzels siegen
Beim Bürgerschießen gab es auch eine Mannschaftswertung. Die besten sechs Teams waren laut Sportleiter Harald Ott: 1. Familie Menzel, 2. Soldatenkameradschaft Röthenbach, 3. Imker und Pate, 4. Service 1, 5. CSU 1 und 6. Gänsberg-Kracher

 

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