Kulmbach - Aus Frust über den lange anhaltenden Lockdown und, weil ihr auch noch die Wohnung gekündigt wurde, drehte eine 47 Jahre alte Frau mitten in der Nacht die Musik kräftig auf. Die Nachbarn ließen sich das nicht bieten und riefen die Polizei. Die Beamten rückten gleich vier Mann hoch an. Doch anstatt leiser zu machen, teilte die Frau kräftig aus und überzog die Ordnungshüter mit üblen Schimpfworten. Trotz zweier offener Bewährungen kam die Frau noch einmal mit einer Geldstrafe davon. Eine Freiheitsstrafe stand schon im Raum. Doch Richterin Sieglinde Tettmann ging davon aus, dass es sich um eine einmalige Entgleisung handelte. Teuer wurde es trotzdem, denn die Geldstrafe wurde mit 50 Tagessätzen zu jeweils 35 Euro (1750 Euro) nicht gerade niedrig angesetzt, zumal die Frau von einer Erwerbsunfähigkeitsrente leben muss.