Radeln in der Region 102 Biker beim „Schöiwaler Radldooch“

Gerald Lippert
Bestens ausgerüstet versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start in Schönwald. Foto: /Gerald Lippert

Bei der achten Auflage starten die Teilnehmer in vier Gruppen auf Strecken zwischen 80 und 34 Kilometern. Erstmals steht auch die Region Dreiländereck auf dem Programm.

 
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Was haben das älteste noch existierende deutsche Eintagesrennen „Rund um Köln“ und der „Schöiwaler Radl-dooch“ gemeinsam? – Sie haben beide am Sonntag stattgefunden. Während beim Traditionsrennen für Männer im Rheinland, das es seit 1908 gibt, um Siege und Pokale gekämpft wurde, spielte es für die Hobbyradler in Schönwald keine Rolle, ob sie zu den Schnellsten gehörten. Vielmehr stand der Spaß am Radfahren im Vordergrund. Bei der achten Auflage des Bike-Events hatte die Radsportabteilung des TV Schönwald für die 102 Teilnehmer vier Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeiten vorbereitet. Sie wurden wieder von Guides der „Fichtelgebirgsracer“ geleitet und führten erstmals ins Dreiländereck.

80-Kilometer-Strecke

Um 8.45 Uhr startete zunächst eine kleine Gruppe von Radlern mit Gravel-Bikes. Mit ihren komfortablen Rennrädern, die auch abseits befestigter Wege (gravel bedeutet Schotter) gut zu handhaben sind, wurden sie nach der Anmeldung auf eine 80-Kilometer-Strecke geschickt, bei der sie insgesamt 1300 Höhenmeter bewältigen mussten. Die Tour ging über Raitschin nach Regnitzlosau, weiter nach Sachsgrün und zur Burg Wiedersberg.

Die GPS-unterstützte Route verlief dann über Heinersgrün zu den Kirchenruinen auf dem Burgstein. Nach der Talsperre Dröda folgten Tiefenbrunn und das Dreiländereck. An Oberprex und Faßmannsreuth vorbei kehrte die Gruppe nach Schönwald zurück.

650 Meter Höhenunterschied

Bei angenehmen äußeren Bedingungen schickten Radsport-Abteilungsleiter Siegbert Herrmann und Schirmherr Bürgermeister Klaus Jaschke das Hauptfeld auf die Rundkurse. Trails, Wald- und Forstwege auf 50 Kilometern mit rund 650 Metern Höhenunterschied legten Mountainbike-Fahrer zurück. Über Neuhausen ging es für sie kurz durch tschechisches Gebiet dann nach Faßmannsreuth und weiter über Regnitzlosau und Nentschau zum Dreiländereck. Dort wartete auch die Verpflegungsstation auf alle Teilnehmer. Bei der Rückfahrt lagen Pastviny und Stitary in Tschechien an der Strecke.

Für die Tourenfahrer standen 50 oder 34 Kilometer zur Auswahl, die bis Faßmannsreuth auf gleicher Strecke verliefen. Die längere Runde führte auf tschechischem Gebiet zum Dreiländereck und zurück über Regnitzlosau, Osseck am Wald nach Rehau. Die kürzere Tour zweigte vor Raitschin in Richtung Rehau ab, um dann über das Alte Pfarrhaus in Göringsreuth am TV-Platz zu enden.

Landschaftlich schöne Strecke

„Alles verlief reibungslos“, berichtete Frank Herrmann, der zusammen mit Oliver Schmidt die Gravel-Bike-Tour leitete, nach der Ankunft. Nur gegen den teilweise kräftigen Wind mussten die Radler ankämpfen. „Positiv überrascht waren wir von der Anzahl der Teilnehmer, die mit 102 deutlich über dem letzten Jahr lag“, freute sich Siegbert Herrmann. Sehr gelobt wurde die landschaftlich schöne Mountainbike-Strecke, die für die Hobbyfahrer gut geeignet war.

Dass allen „Schöiwaler“ Radlern der sportliche Tag bestens gefallen hat, bewies auch der zahlreiche Besuch beim geselligen Abschluss auf dem TV-Gelände. Dort wurden die „Körper-Akkus“ mit Speis und Trank wieder aufgeladen.

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