Denk verteidigte die Herangehensweise des Teams. "Wir sind froh, dass wir die Doppelstrategie gewählt haben", sagte er angesichts des möglichen zweiten Gesamtrangs in Paris durch Evenepoel. Dass Lipowitz teils anders auftrat, als noch in seiner Debüt-Saison wollte Denk nicht auf Evenepoel beziehen. "Dieses Jahr ist er schon gestartet mit einer Riesen-Erwartungshaltung von ganz Radsport-Deutschland. Das ist der Unterschied. Und Remco, glaube ich, hat ihm da viel Druck eher genommen."
Gibt es diese Konstellation noch einmal? "Wir haben für viel Gesprächsstoff gesorgt mit der Doppelstrategie", sagte Denk. Zuerst müsse man die Strecken der kommenden Grand Tours einschließlich der Tour sehen. "Und dann werden wir überein kommen, wie wir unsere Strategie aufbauen."
Hätte man den Sturz verhindern können? Lipowitz hatte laut Denk "sehr, sehr viel Geschwindigkeit drauf". "Wahrscheinlich zu viel. Also ich sehe sonst keinen anderen Schuldigen." Dennoch warf er die Frage auf, ob man möglicherweise den Gehsteig in der Kurve besser hätte absichern können. Zudem hätte mehr Trainingszeit auf dem Kurs nicht geschadet. Lipowitz war in einer gefährlichen Rechtskurve zu Fall gekommen und gegen den Bordstein geschlittert. Das denkbar schlechte Ende nach seinem dritten Gesamtrang vor einem Jahr.