Rapa und Vogler enge Partner Rapa beteiligt sich an Software-Entwickler

Gehen eine enge Partnerschaft ein (von links): Thomas Schott, Bereichsleiter Informationstechnik, Dr. Roman Pausch, Rapa-Vorstandsvorsitzender und geschäftsführender Gesellschafter, Markus Vogler, Geschäftsführer von Vogler Engineering, und Karin Wolf, Rapa-Vorständin und Geschäftsführerin. Foto: /Rapa

Rausch & Pausch steigt mit 49 Prozent bei Vogler Engineering aus Hof ein. Die Partnerschaft erleichtert dem Selber Unternehmen den Weg hin zu Systemen für die E-Mobilität.

Selb - Das Unternehmen Rausch & Pausch (Rapa) hat eine 49-prozentige Beteiligung an der Firma Vogler Engineering in Hof erworben. Schon länger arbeitet wie es in einer Mitteilung heißt, die mittelständische Firmengruppe mit dem Software-Entwickler in den Bereichen Software für Betriebsmittel und Digitalisierung von Fertigungsprozessen zusammen. Die enge Verzahnung über eine Unternehmensbeteiligung solle, heißt es weiter, vor allem das Themenfeld E/E-Technologie stärken.

Schon heute nimmt laut Rapa der Anteil von elektrischen und elektronischen Komponenten, die per Software gesteuert werden, im Fahrzeugbau stark zu. Im Fokus stünden hier Funktionalität, Bedienfreundlichkeit, Komfort, Sicherheit und das Trendthema E-Mobilität. Moderne Pkw verfügten beispielsweise über Sensorsysteme zur Erfassung der Straßenlage, digitale Assistenzsysteme oder Touchscreen-Displays im Armaturenbereich.

Kundenprozess aktiv mitgestalten

„Mit der Beteiligung an Vogler Engineering sichern wir uns wichtiges Know-how und können so den Transformationsprozess unserer Kunden in der Automobilindustrie aktiv mitgestalten“, sagt Dr. Roman Pausch, der Rapa-Vorstandsvorsitzende und geschäftsführende Gesellschafter.

Software und Elektronik seien Schlüsselthemen auch in der Zuliefererindustrie. Die weltweit positive Entwicklung der Elektromobilität löse einen grundlegenden Wandel in der Branche aus. Dr. Roman Pausch: „E/E-Systeme ersetzen Hydraulik und Mechanik!“ So sei der Bestand an E-Fahrzeugen im Jahr 2020 weltweit auf 10,9 Millionen gestiegen – drei Millionen mehr als im Vorjahr. Nach China und den USA nehme Deutschland aktuell Rang drei ein, bei den Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen sogar Rang zwei.

Investitionen in Systemwechsel

„Der Software-Aufbau in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unterscheidet sich signifikant von dem in E-Fahrzeugen“, so die Mitteilung weiter. „Alle großen Fahrzeughersteller investieren aktuell massiv in diesen Systemwechsel.“

Im strategischen Aufbau der Elek-tronik-Entwicklung bei Rapa sei Vogler Engineering der gesetzte Partner für hardware-nahe Softwareentwicklung bei Steuergeräten im Fahrzeug. Durch digital kontrollierte und gesteuerte Prozesse in Echtzeit könne Rapa zudem schneller seine Qualitäts- und Leistungsziele (OEE) erreichen. OEE steht für Overall Equipment Effectiveness. „Diese Gesamtanlageneffektivität ist eine Kennzahl, mit der die Leistungsfähigkeit einer Fertigung oder Anlagengruppe kontinuierlich kontrolliert und verbessert werden kann“, erläutert Rapa. „In produzierenden Unternehmen ist OEE der internationale Maßstab für die Produktivität einer Industrieanlage.“

Experten bieten Software-Lösungen

Vogler Engineering, gegründet 2008, entwickelt individuelle Softwarelösungen für Industrie, Automotive, Healthcare und Maschinenbau. In den Themen Industrie 4.0 und IoT-Lösungen mit interaktiven Dashboards und Smart Devices kann Vogler Engineering auf erfolgreiche Projekte verweisen. Die Zusammenarbeit mit Rapa wurde in den vergangenen Jahren stark intensiviert: So sind die Software-Experten bereits bei der Planung neuer Betriebsmittel von Anfang an eingebunden und sorgen für Softwarelösungen. Vogler Engineering beschäftigt in Hof rund 25 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als einer Million Euro.

Komponenten und Systemlösungen von Rapa finden sich in fast allen Fahrzeugen der Premium- und Luxusklasse führender Marken wieder, inklusive Sportwagen und SUV. Der Geschäftsbereich Rapa Automotive ist global als Entwicklungs- und Produktionspartner für Automobilhersteller tätig. Mit der neuen Abteilung „E/E-Technologie“ stärke Rapa auch den Firmenstandort in Oberfranken. Dazu sucht der Mittelständler laufend qualifizierte Ingenieure und Software-Spezialisten. red

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