Regenwald durchläuft derzeit einen kritischen Wandel
Die Studie wirft auch einen Blick auf die Klima-Zukunft im Amazonasgebiet im Jahr 2035: „Wenn die Entwaldung in gleichem Maße voranschreitet, wie bisher, erwarten wir aufgrund unserer Daten einen weiteren Temperaturanstieg von etwa 0,6 Grad Celsius und weiteren Rückgang der Niederschläge in der Trockenzeit um etwa sieben Millimeter im Vergleich zu heute, was den Wald sicher zusätzlich stressen wird“, konstatiert Christopher Pöhlker vom Max-Planck-Institut für Chemie.
Pöhlker und seine Kollegen sehen, dass der Amazonas einen kritischen Wandel durchläuft, der durch Extremereignisse wie die außerordentliche Dürre im Jahr 2023 vermutlich noch beschleunigt wird. Durch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Abholzung ist es allerdings schwierig, einen konkreten Entwaldungsgrad zu nennen, ab dem das gesamte Ökosystem des Amazonas-Regenwalds kollabieren würde.
Angabe der Niederschlagsmenge in Millimeter
Die Angabe von Niederschlagsmengen in Millimeter ist unabhängig von der Größe der Fläche und ermöglicht direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Orten und Zeiträumen. Ein Millimeter bedeutet, dass auf jedem Quadratmeter Boden eine gleichmäßige Wasserschicht von 1 Millimeter Höhe steht, was 1 Liter pro Quadratmeter entspricht.