Dabei zeigte sich: Die Fotos von Agapostemon-Exemplaren aus trockeneren Regionen der USA waren im Schnitt bläulich-grünlicher als solche aus feuchteren Lebensräumen.
Auch bei anderen Bienenarten wahrscheinlich
„Damit demonstrieren unsere Ergebnisse, dass Feuchtigkeit die Strukturfärbung der Schweißbienen direkt und reversibel ändern kann“, schreiben die Forscher. Sie gehen davon aus, dass ein solcher Farbwechsel auch bei andere Wildbienenarten vorkommt.
„Die meisten Menschen assoziieren Farbwechsel bei Tieren mit einer aktiven Kontrolle wie bei Chamäleons“, konstatiert Ostwald. „Aber diese Bienen suchen sich ihre Farbe nicht aus – ihre Farbveränderung geschieht passiv, in Reaktion auf die Feuchtigkeit in ihrer Umgebung.“
Mehrschichtige, farbgebende Nanostrukturen
Der zugrundeliegende Mechanismus ist zwar noch nicht untersucht, das Team vermutet aber, dass die mehrschichtigen, farbgebenden Nanostrukturen auf Wasseraufnahme mit Aufquellen reagieren und so vermehrt längerwellige, gelblich-orange Lichtanteile reflektieren.
Dies werfe auch ein ganz neues Licht auf die Rolle des Klimas für die Farbgebung bei Insekten. „Wir beginnen gerade erst zu verstehen, wie das Aussehen dieser Tiere das Klima ihres Lebensraums widerspiegelt“, resümiert Ostwald. (mit dpa-Agenturmaterial)