Regionale Museumsnacht Unterwegs im Heimatmuseum und der Alten Schäferei

Michael Stelzner

Zahlreiche Besucher bummeln am Samstagabend durch die Alte Schäferei und das Heimatmuseum Bad Rodach. Vom Klößquirl bis zur Fotoausstellung gibt es dort alles.

Ahorn/Bad Rodach - Es ist schon eine besondere Atmosphäre die nachts ein Museum ausstrahlt. Bei der regionalen Museumsnacht, die in diesem Jahr unter dem Motto „Echt fränggisch“ stand, hatten Besucher die Gelegenheit, dies einmal zu erleben. 15 museale „ Schatzkisten“ aus den Landkreisen Hildburghausen, Sonneberg, Kronach und Coburg öffneten am Samstagabend ihre Türen und ermöglichten den Besuchern ein Bummeln bis Mitternacht. Sogar ein Busshuttle, der einzelne Stationen miteinander verband, wurde eingerichtet.

Im Landkreis Coburg beteiligte sich das Gerätemuseum in Ahorn und das Heimatmuseum in Bad Rodach, sowie das Europäische Museum für Modernes Glas in der Rosenau an der Museumsnacht. Über 40 Besucher kamen ins Gerätemuseum nach Ahorn und ließen die 150 Fotos von Cordula Kelle-Dingel auf sich wirken. Sie füllen das gesamte Erdgeschoss der Schäferei aus und erzählen vom harten Beruf, aber auch von den schönen Seiten des Lebens als Wanderschäfer, der mit seinen Tieren auf dem grünen Band, zwischen Thüringen und Franken unterwegs ist.

Vier Jahre lang hat Cordula Kelle-Dingel den Schäfer begleitet. Die Fotografin hatte sich während dieser Zeit viel Wissen rund um die Schafhaltung angeeignet und erzählte den Besuchern lebendig aus dieser Zeit.

Im ersten Stock zeigten Exponate das bäuerliche Leben im Coburger Land, aus längstvergangener Zeit. Dabei ging es hauptsächlich um den Haushalt und die Imkerei. Bedauert wurde, dass die Trachten-Tanzgruppe aus Fechheim und Fürth am Berg, wegen Krankheit absagen musste. Die verantwortlichen im Gerätemuseum in Ahorn waren mit dem Besuch an der Regionalen Museumsnacht sehr zu frieden. Im weiteren Jahresverlauf will man Sonderveranstaltungen ausrichten.

Auch im Heimatmuseum in Bad Rodach, das sich unter dem Dach des Jagdschlosses befindet, war der Besuch nicht ganz so groß. So hatten die Besucher die Möglichkeit sich eingehend mit der Geschichte und den Geschichten aus Bad Rodach zu beschäftigen. Zahlreiche Bilder aber auch rund 150 Exponate veranschaulichen, wie das Leben früher in dem beschaulichen Städtchen war. Auf großes Interesse bei den Besuchern stießen beispielsweise Küchenutensilien, wie etwa ein Klößquirl, der aus einem alten Christbaum geschnitzt ist und ein Stehpult, an dem früher der Standesbeamte arbeitete. Zu sehen sind aber auch Gussformen sowie Porzellan aus der Manufaktur von Max Roesler. Auch ein Franken-Quizz, bei dem Ortsnamen erraten werden mussten, wurden im Heimatmuseum angeboten. Aufgrund der Corona-Bestimmungen musste allerdings auf die Fränkische Bratwurstsuppe und das Friedrich Rückert Bier verzichtet werden.

Im Nachbarlandkreis Sonneberg war neben dem Meeresaquarium und Exotarium „Nautiland“ auch die Sternwarte und das wohl „Kleinste Elektro und Heimatmuseum der Welt“ in Döhlau geöffnet. Ferner konnten die Besucher das Deutsche Spielzeugmuseum und das Somso- Museum und die Museen in Judenbach und in Rauenstein besuchen.

Im Landkreis Hildburghausen waren das Zweiländermuseum in Streufdorf und die Veste Heldburg dabei. Im Landkreis Kronach verzaubert das Tropenhaus Kleintettau mit exotischen Pflanzen die Besucher. Interessante Einblicke gewährte, neben einigen anderen, auch das Schiefermuseum in Ludwigstadt und das Europäische Flakonmuseum in Kleintettau.

 

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