Regionalsport Immer noch kein grünes Licht aus München

Wann rollt der Ball wieder auf dem Rasen? Foto: Imago/Manuel Geisser Quelle: Unbekannt

Ob die Fußball-Saison Anfang September tatsächlich fortgesetzt werden kann, ist nach wie vor offen. Der Bayerische Fußballverband wartet auf ein Signal aus dem Innenministerium.

Hof/München - Die bayerischen Amateurfußballclubs warten weiter auf das Okay der Staatsregierung, dass der Spielbetrieb, wie vorgesehen, tatsächlich Anfang September fortgesetzt werden kann. Viele Vereine hatten gestern eine Erklärung der Staatsregierung dazu erwartet. Doch die gab es nicht. Auch die Verantwortlichen des Bayerischen Fußballverbandes warten sehnsüchtig auf ein Signal des Innenministeriums, wie Pressesprecher Fabian Frühwirth auf Anfrage unserer Zeitung betonte. "Wir kennen den Zeitpunkt aktuell auch nicht, sind aber vorbereitet, um auf die jeweiligen staatlichen Vorgaben entsprechend mit Konzepten für die Vereine reagieren zu können", sagte er. "Entscheidend sind natürlich auch für uns die staatlichen Vorgaben. Und Stand heute ist Training zwar wieder möglich, aber kein Spielbetrieb und auch keine Freundschaftsspiele", bat der BFV-Sprecher um Geduld.

Der oberfränkische Bezirksspielleiter Gerald Schwan hatte bei der Sommerarbeitstagung der Bezirksligen Ost und West in Ludwigschorgast bei vielen Vereinen die Hoffnung geweckt, dass es bald losgehen könnte. Im Moment, so Schwan am Freitag, kursiere das Gerücht, dass ab August Freundschaftsspiele - unter Einhaltung der Corona-Regeln - erlaubt werden sollen. "Wir gehen davon aus, dass dann ab 1. September Spiele mit Zuschauern möglich sind", betonte der Bezirksspielleiter, schränkte aber im gleichen Atemzug ein: "Keiner weiß es, ob es so kommt."

BFV-Sprecher Frühwirth stellte nochmals klar, dass der Bayerische Fußballverband seine Vereine erst dann informieren könne, wenn es neue Vorgaben aus dem Innenministerium gebe. "Wir warten auf das Update, müssen uns aber in Geduld üben", stellte er klar. "Alles andere wäre ein Blick in die Glaskugel."

Nicht auszuschließen ist, dass die Staatsregierung, ähnlich wie die Berliner Landesregierung, vor einem Start der Fußballsaison im Amateurbereich mit Zuschauern noch das Ferienende abwarten will. Dann würde sich womöglich nochmal alles um vier Wochen nach hinten schieben.

Viele Vereine, die bereits intensiv mit der Vorbereitung auf die Restsaison begonnen haben, könnten dann nochmals eine Pause einlegen. Doch ob es so kommen wird, gleicht momentan ebenfalls einem Blick die Glaskugel.

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