Regnitzlosau siegt im Derby Die jungen Wilden düpieren die Routiniers

Drei 19-Jährige und zwei 18-Jährige stehen in der Startelf der SG Regnitzlosau. Und die setzt sich im Bezirksliga-Derby beim FC Rehau mit 2:0 durch. Ein kleiner Hund sorgt für den Lacher des Spiels.

Rehau - Ein Blick in die Startelf der beiden Fußball-Bezirksligisten verrät vieles. Hier der Gastgeber FC Rehau mit einem 46-Jährigen, einen 38-Jährigen, dazu vier weitere Spieler mit über 30 Jahren. Alles Routiniers, aber quasi auch das letzte Aufgebot. Auf der anderen Seite, bei der SG Regnitzlosau, drei 19-Jährige, zwei 18-Jährige und drei weitere U23-Fußballer. Und auf der Ersatzbank noch sechs weitere junge, hungrige Kicker. So kam es, dass die jungen Wilden aus Regnitzlosau, die noch zum Saisonauftakt gegen Trogen Lehrgeld bezahlen mussten, dieses Derby beherrschten und verdient mit 2:0 gewannen.

Lob von Trainer Stadelmann

„Ich bin sehr zufrieden mit unserer Mannschaftsleistung. Vor allem die Jungen haben ihr letztes Hemd gegeben“, sagte Stefan Stadelmann mit etwas Stolz in der Stimme. Aber auch Giorgio Arancino, der Coach des FC Rehau, gratulierte dem Nachbarrivalen. „Das ist eine gute junge Truppe, die ist vor allem läuferisch stark.“

Und diese Stärke zeigten die jungen SGR-Wilden von Beginn an. Während Stefan Stadelmann immer wieder Applaus spendete, schimpfte und schrie sich Arancino auf der anderen Seite die Seele aus dem Leib. Bereits nach vier Minuten schlug Regnitzlosau zu: Kapitän Schwinger stand nach einer Ecke allein im Rehauer Strafraum, scheiterte erst an Karnitzschky, schob den Ball jedoch im zweiten Versuch ins Tor. Auch danach bestimmte der Gast das Spiel, auch wenn er nicht groß zu Chancen kam. Doch die eine in der 27. Minute saß: Der 19-jährige Tac lief allein auf das FCR-Tor zu und verwandelte eiskalt. Karnitzschky hatte keine Chance. Nur in den letzten fünf Minuten vor der Pause hatte der Gastgeber Oberwasser, doch Müller vergab die dicke Chance zum Anschluss (43.).

Keine Rehauer Reaktion

Wer gehofft hatte, dass der FCR nach der Pause mit neuem Elan aus der Kabine kommt, der wurde bitter enttäuscht. Rehau hatte keine echte gefährliche Möglichkeit mehr. Auch nicht, als der Trainer sich selbst einwechselte. Da auch der Gast nicht mehr wollte, gab es nur noch zwei Aufreger. Der Rehauer Sefa Arslantürk kassierte binnenkurzer Zeit zwei Gelbe Karten und musste in der 80. Minute vom Platz. Und gut 20 Minuten vorher wollte ein kleiner, schwarzer Hund unbedingt mitspielen und ging erst nach gutem Zureden wieder vom Platz herunter.

Für die Rehauer wird es schwer, in dieser Verfassung, den Klassenerhalt zu schaffen. „Ich habe auch nur einen Kader von 13, 14 Leuten“, sagte Arancino, der seinen Spielern aber keinen Vorwurf macht. Und Stadelmann? Der holte nach dem ersten Sieg seine Jungs gleich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. „In der zweiten Halbzeit waren wir nach vorne nicht gut gestanden.“

Die Statistik

FC Rehau: Karnitzschky – Sa. Arslantürk, Cehadarevic, Ries (75. Hilbig), Schuller, Se. Arslantürk, Müller, Raithel (15. Samat/61. Arancino), Schödel, Bülbül (46. Peschek), Graf.

SG Regnitzlosau: Fiebiger – J. Stadelmann, Pullner, M. Schaller (68. Achatz), Schwinger, Binder, Denzler, P. Schaller, Köppel (76. Krannich), Tac, Gutmann (81. Mähner).

Schiedsrichter: Jonas Kux (Itzgrund). – Zuschauer: 200. – Tore: 4. Min. Schwinger 0:1, 27. Min. Tac 0:2. – Gelb-Rot: 80. Min. Se. Arslantürk (Rehau).

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