Und obwohl die Bepflanzung noch fehlt, nehmen einige Tiere den Übergang schon an, wie gerade jetzt im Winter an Spuren im Schnee zu erkennen ist. Vor allem Füchse und Hasen passieren die Brücke, wie Michael Grosch von den Bayerischen Staatsforsten beobachtet. "Wir sind zwar noch in der Anfangsphase", sagt der Forstbetriebsleiter. "Aber die Brücke wirkt nicht abschreckend, die Tiere halten sich dort auf und gehen auch hinüber." Spuren im Schnee reichen den Experten freilich nicht aus, um zu erforschen, welche und wie viele Tiere die Brücke nutzen. Deshalb sollen in den nächsten Wochen Infrarotkameras für Tieraufnahmen aufgestellt werden, wie Yvonne Funkhauser von der Autobahndirektion Nordbayern ankündigt. Im Herbst soll die Brücke mit heimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden, um den Tieren einen geschützten Übergang zu ermöglichen, erklärt Funkhauser. "Die Brücke wird den Charakter einer Lichtung bekommen." Die Tiere sollen den Übergang nicht als Brücke wahrnehmen, sondern als Teil des Waldes. Damit das klappt, werden Bäume und Sträucher so gepflanzt, dass sie die Tiere auf die Brücke und an den Fotofallen vorbeilotsen.