Rehau - "Wo sind eigentlich die Flüchtlinge?" hat die Frankenpost in der vergangenen Woche getitelt. Die Antwort, klar: Sie sind da, 3000 Menschen mit Fluchthintergrund haben in Stadt und Landkreis Hof eine momentane Heimat gefunden. Sie leben in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen, gehen in Sprachkurse oder nicht, arbeiten oder nicht. Nur: Aus dem öffentlichen Diskurs sind die Menschen beinahe völlig verschwunden - und das, obwohl jene Zahl, 3000, sich in den vergangen drei Jahren kaum verändert hat. Darunter, dass kaum einer noch über das Thema Flüchtlinge spricht, leiden auch andere: die Helfer. In Rehau besteht seit 2015 ein aktiver Helferkreis, der seinerzeit vorbildhaft für viele Nachahmer in der ganzen Region war. Doch tritt er mittlerweile, auch aus einer internen Umstrukturierung heraus, kaum mehr öffentlich in Erscheinung. So haben sich einige der Akteure jüngst zu einer Gesprächsrunde getroffen - um aktuelle Probleme zu benennen und, um in der breiten Bevölkerung wieder etwas mehr für diese Sache zu werben, die man eigentlich gemeinsam angehen sollte: Integration. Berichte einiger Helfer, zu Protokoll gegeben von Helferkreis-Mitglied Werner Schnabel.