Mühls erstes eigenes Moped ist auch in der Ausstellung zu sehen, ein "Durkopp Fratz". Sogar der Kaufvertrag liegt noch vor. 16 Jahre war er damals jung. Zwei Jahre später kam das erste Motorrad. "Die Nachbarn haben sich immer beschwert, wenn ich daran herumgeschraubt habe, weil es so laut war und gestunken hat", erinnert er sich. Gelegentlich setzt sich der 70-Jährige auch heute noch auf eine seiner Maschinen aus den 50er-Jahren und fährt ein bisschen spazieren.
Vor 30 Jahren hat er angefangen, Maschinen und Zubehör zu sammeln. Vor allem deutsche Fabrikate. "Nach der Grenzöffnung wollten viele ihre alten Zweiräder verkaufen", erzählt er. Und auch so kämen immer mal Leute vorbei, die gerade ihren Dachboden oder Keller entrümpelt haben und ein gutes, altes Stück im Museum besser aufgehoben sehen.
Technisch interessant ist zum Beispiel der Fahrradhilfsmotor, den Karl Abicht aus Hof vom Zwei- zum Viertakter umgebaut hat. Die Erben überließen ihn dem Sammler.
Was es sonst noch alles zu sehen gibt? Radios, die man abmontieren und zum Picknick oder mit heimnehmen konnte. Werbetafeln, die auf längst verschwundene Fachbetriebe aus der Region verweisen. Dazu jede Menge Karbidlampen, Klingeln und Hupen, Radios, Spielzeugautos und vieles andere mehr, auch Näh- und Schreibmaschinen der Marken Zündapp oder Triumph. Ein Sammelsurium, das auch den Laien fasziniert - und Arbeit macht. "Man hat immer was zu tun", sagt Günther Mühl. "Aber wenn's Spaß macht . . ."