Rehau Neues Tor zur Stadt liegt im Zeitplan

Die Arbeiten am Bahnhofsgebäude sind deutlich fortgeschritten. Ende Juni 2021 soll alles fertig sein. Foto: Uwe von Dorn

Am neuen "Knotenpunkt Rehau" geht es voran. Von außen deutlich zu sehen ist die Entkernung des Bahnhofsgebäudes. Vom Frühsommer 2021 an soll sich das Areal völlig neu präsentieren.

Rehau - Eine Stadt nach vorne zu bringen, ist wie ein Mosaik zu vervollständigen, das nie fertig wird. Ein wichtiger Baustein in der Rehauer Strategie, für die Zukunft weiterhin attraktiv für die Menschen zu bleiben, ist die laufende Umgestaltung des Bahnhofs. Wie ausführlich berichtet, hatten die Bürger mit abstimmen dürfen, welches Konzept sie am liebsten umgesetzt sähen, nachdem sich mehrere Architekten mit einem Entwurf betätigt hatten. Die Wahl fiel auf ein Design, das das zentrale Bahnhofsgebäude beibehält.

Die Kosten

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Bahnhofs sind mit 2,6 Millionen Euro veranschlagt und werden größtenteils mit 90 Prozent gefördert. "Aktuell liegen wir innerhalb der Kostenberechnung", sagt Michael Abraham.

Mittlerweile sind die Arbeiten sichtlich fortgeschritten. Das Gebäude wurde entkernt und auch ein neues Pflaster ist auf einer Seite bereits zu erkennen. Was steht zunächst an? "Am 30. November wird mit den Zimmererarbeiten begonnen und das Dach soweit fertiggestellt, dass es winterfest ist. Die Dachdeckerarbeiten werden im Frühjahr 2021 ausgeführt, da diese nicht während der Frostperiode getätigt werden können", sagt Bürgermeister Michael Abraham auf Anfrage. Es folgen der Einbau der Fenster im Dezember und, sobald es das Wetter wieder zulässt, die Putz- und Malerarbeiten. Anschließend kommt das Gerüst weg, damit die Arbeiten am neuen Vordach beginnen können, dem zweiten optischen Herzstück neben dem sanierten Gebäude. Das Vordach wird nach der Fertigstellung übrigens beleuchtet sein und damit schon von Weitem die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Bis zum 30. Juni 2021 soll alles samt Außenanlagen fertig sein. Damit verbindet das Stadtoberhaupt eine klare Erwartung: "Der Bahnhof in Rehau wird durch die Neugestaltung als Knotenpunkt eine deutliche Aufwertung erfahren", sagt Abraham. Damit erwarte die Stadt auch eine höhere Frequenz, besonders durch das Angebot für Radfahrer. "Bahnfahrer erleben Rehau in der Tat mit einer völlig neuen, ansprechenden Eingangssituation, die sicherlich auch für Pendler und Touristen interessant wird. Die fußläufige Erreichbarkeit der Innenstadt kann auch die Gastronomie und den Einzelhandel fördern", sagt der Bürgermeister weiter. Nach langem Dornröschenschlaf soll nach Abschluss der Arbeiten auch wieder Leben in das Bahnhofsgebäude einziehen - je nach Möglichkeiten während der Pandemie, versteht sich. Es entsteht eine Wartehalle über alle drei Geschosse mit einer laut Abraham "architektonisch sehr ansprechenden Untersicht". Dieser Raum könne künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden. In der Außenanlage gibt es dann Sitzgelegenheiten, Fahrradboxen mit Lademöglichkeit für E-Bikes, sowie Schließfächer - ebenfalls mit Lademöglichkeit. Ergänzt wird dies noch durch ein Info-Terminal und eine Bahnhofsuhr.

 

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