Rehau - Für diese Geschichte kommt der Wintereinbruch gerade recht. Was schließlich bringt ein Mantel, wenn es gar nicht richtig kalt ist? Die Legende vom Sankt Martin, der seinen warmen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt, hat Gültigkeit, so lange der Mensch allzu menschlich sein Dasein fristet. Dieser Gedanke und die örtliche Rehauer Tradition haben eine dreiköpfige Initiative aus Rehau bewogen, den althergebrachten Martinsumzug am Maxplatz am Leben zu halten. Im vergangenen Jahr war es, wie mehrfach berichtet, zu einigen Verstimmungen gekommen, als die vier Rehauer Kindergärten die Organisation des Umzuges nicht mehrere hatten übernehmen wollen. Ihnen war das Ganze mit zu viel Aufwand verbunden. Was vielen Rehauern etwas sauer aufstieß: Die Kindergärten behielten das für sich. Der Martinsumzug wäre im Stillen eingegangen wie eine Topfpflanze, die niemand mehr gießt. So weit aber kam es nicht: Die Stadt holte diejenigen an einen Tisch, die den Umzug retten wollten. Dazu gehörte damals die Junge Union, dazu einige Bürger, die sich zu einem Helferkreis für den Martinsumzug zusammengeschlossen hatten.
Rehau Sankt Martin dreht wieder seine Runden
Von Patrick Gödde 09.11.2016 - 00:00 Uhr