Die Stadtverwaltung hat dem Finanzsenat am Montag den ersten Nachtragshaushalt für das laufende Jahr vorgelegt. Damit wird – unter anderem – die Finanzierung der Erschließungsarbeiten möglich. Im eigentlichen Haushalt war noch kein Posten für das neue Baugebiet vorgesehen. Schon als der Stadtrat im November den Haushalt verabschiedet hatte, hatten sich die Mitglieder auf dieses Vorgehen geeinigt. Der frühe Nachtragshaushalt kommt also nicht aus heiterem Himmel. Denn schon im Herbst 2021 deutete sich an, dass sich der Haushalt deutlich besser entwickelt hat, als die Kämmerei das erwartet hatte. Am Montag verkündete Kämmerer Ulrich Beckstein dann: Aus dem Vorjahr sind noch rund 1,5 Millionen Euro übrig. Dafür gibt es nicht den einen Grund, sondern gleich eine ganze Reihe Haushaltsposten, in denen mehr Geld in die Kasse kam oder weniger ausgegeben wurde. Größter Posten: Etwas über 300 000 Euro mehr an Einkommensteuerbeteiligung hat die Stadt bekommen. Die 1,5 Millionen Euro fließen nun nicht direkt in den Haushalt 2022, sondern in die allgemeine Rücklage.