Renovierung Windschief im Museum

Helmut Engel

Im Bauernhofmuseum in Kleinlosnitz muss das Saalensteinhaus auf Vordermann gebracht werden.

Das windschiefe Saalensteinhaus muss an einer Stelle leicht angehoben und stabilisiert werden. Im Bild von links: Christoph Maisel, Ronny Marlo (beide von der Zimmerei Strößner), Museumsleiter Bertram Popp und Landrat Oliver Bär. Foto: Helmut Engel

Kleinlosnitz - Vor Ort überzeugte sich Landrat Oliver Bär, zurzeit Vorsitzender des Zweckverbandes Oberfränkisches Bauernhofmuseum, über den Restaurationsfortschritt am Saalensteinhaus im Oberfränkischen Bauernhofmuseum in Kleinlosnitz. Das 1990 von Saalenstein nach Kleinlosnitz umgesetzte, 235 Jahre alte Handwerkerhaus, hat sich in den letzten Jahren recht windschief präsentiert. Eigentlich sollte das Trüpfhaus schon im letzten Jahr renoviert werden, es waren Reparaturen am Fundament und Zimmermannsarbeiten am Blockbau und am Fachwerk notwendig geworden. Die Kosten waren mit 130 000 Euro veranschlagt.

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Nun kann die Renovierung, die im August begonnen hat, im Coronajahr 2020 durchgeführt werden, in einem Jahr, in dem sowieso keine Feste durchgeführt werden konnten. Der normale Museumsbetrieb konnte bis zum Ende der Museumssaison dabei normal weiterlaufen.

Überraschungen müssen einkalkuliert werden

Die Zimmermänner Ronny Marlo und Christoph Maisel von der Zimmerei Strößner aus dem Nachbardorf Schweinsbach, die Spezialzimmerei hat auch das Gästehaus der Bundesrepublik renoviert, konnten den Landrat bestätigen, dass man auch bei diesem Bau nicht vor Überraschungen verschont bleibt. „Wir haben schon einige Stellen gefunden, die nicht vorgesehen waren“, so Zimmerer Marlo. So musste besonders links vom Eingang viel vom alten Bestand ersetzt werden. Neben den nichttragenden Blockbohlen auch Stützen und „total verfaulte“ Fenster. Glücklich ist Museumsleiter Popp, dass vom ehemaligen Ziegenstall mit seinen, von den Ziegen angefressenen Bohlen, viel erhalten werden kann. Ausgewechselt werden muss die Eckstütze, auf dieser Seite musste das Haus auch zehn Zentimeter angehoben werden, um es zu stabilisieren.

Für Landrat Bär ist es wichtig, dass solche alten Fachbauten erhalten werden, um den Menschen, die heute leben, zu zeigen, wie ihre Vorfahren früher in der Region gelebt und gearbeitet haben, „und dazu gehören auch Fachleute, die imstande sind, diese Exponate zu restaurieren“, lobte Bär die Spezialisten für Blockbauten.

Bei Kosten und Bauzeit liegt man im Rahmen, erklärt Museumsleiter Bertram Popp.