In den Wirtschaftswissenschaften gibt es den Begriff der „Holländischen Krankheit“. Dabei geht es darum, wie der Rohstoffreichtum eines Landes zum Fluch werden kann. Denn während der Überfluss an Ressourcen wie etwa Gas oder Öl viel Geld durch ausländische Käufer in die Staatskasse spült, wird die Entwicklung anderer wichtiger heimischer Wirtschaftssektoren vernachlässigt und ihr Export durch Währungsaufwertung gebremst. Dieses Phänomen diagnostizierten die Experten einst eher für Länder wie Russland oder Venezuela. Was aber, wenn auch die ökonomische Supermacht USA an der „Holländischen Krankheit“ leidet? Und zwar nicht mit Blick auf natürliche Rohstoffe, sondern auf den Dollar als weltweite Reservewährung.
Reservewährung Amerikas Dollar-Krankheit
Matthias Will 02.06.2025 - 15:44 Uhr