Revisionsantrag scheitert Es bleibt bei Haft für Holocaustleugnerin

Holocaust-Leugnerin Marianne Wilfert, hier mit ihrem Verteidiger Wolfram Nahrath aus Berlin. Foto: Joachim Dankbar

Das Bayerische Oberste Landesgericht verwirft den Revisionsantrag von Marianne Wilfert. Auf die 67-Jährige warten weitere Verfahren.

Hof - Es bleibt dabei: Die Holocaust-Leugnerin Marianne Wilfert aus Schauenstein (Landkreis Hof) muss ins Gefängnis. Wie berichtet, hatte die Berufungskammer des Landgerichts Hof die damals 67-jährige Rentnerin im April dieses Jahres wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Anders zuvor das Amtsgericht: In erster Instanz hatten die Richter des Landgerichts Wilfert keine Bewährung zugestanden (wir berichteten). Den Revisionsantrag von Wilfert gegen dieses Urteil hat das Bayerisches Oberste Landesgericht nun verworfen. Dies bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Hof auf Anfrage unserer Zeitung.  

Die 67-Jährige tritt seit Jahren im Internet aber auch bei Kundgebungen in Nürnberg und Wunsiedel als hartnäckige Leugnerin des Holocaust auf, den sie bei jeder Gelegenheit als „zionistischen Milliardenbetrug“ bezeichnet. In Wahrheit habe es unter Hitler „nie Gaskammern und nie einen Völkermord“ gegeben. Immer wieder nutzte Wilfert auch die Gästebücher nichtsahnender Briefmarken- und Sportvereine in ganz Deutschland, um ihre strafbaren Inhalte zu verbreiten.

Ebenso regelmäßig fanden bei der 67-Jährigen Hausdurchsuchungen statt, bei denen die Kripo ihren PC mitnahm – auch nach der Verurteilung im April, wie sie auf im Internet verbreiteten Videos beklagte. In der mündlichen Urteilsbegründung hatte der Vorsitzende Richter der Rentnerin bescheinigt, dass bei ihr jegliche Schuldeinsicht und Reue fehle. Mindestens eine weitere Anklage gegen Wilfert wegen neuerlicher, gleichartiger Delikte liegt dem Amtsgericht Hof vor.     

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