Riesen-Investition Startschuss für 47 neue Wohnungen

Spatenstich für ein ehrgeiziges Projekt (von links): die Architekten Peter und Lisa Kuchenreuther, Projektleiter Anton Faller, Bauleiter Manuel Murr, Bauherr und Investor Christian Bauer und Oberbürgermeister Oliver Weigel. Foto: /Florian Miedl

Die Wilhelm Bauer GmbH legt auf dem Benker-Areal los. Alle Wohnungen sind bereits vergeben. Der Investor ist begeistert von der Lage mitten in der Natur und im Zentrum zugleich.

Marktredwitz - Marktredwitz oder Berlin? Gabriele Müller aus Kaltenbrunn bei Weiden hatte die Wahl. „Marktredwitz! Weil die Lage einmalig schön ist!“ Obwohl zwei ihrer Kinder in der Bundeshauptstadt leben, entschied sich die Dame für eine von 47 Wohnungen, für die es am gestrigen Freitag bei strahlendem Sonnenschein den Spatenstich auf dem Benker-Areal am Auenpark gab. So strahlend wie das Wetter war, waren auch die Gesichter aller Beteiligten. „Das ist eine Perle mitten in der Stadt“, freut sich Investor Christian Bauer über die Entscheidung seines Unternehmens, der Wilhelm Bauer GmbH, hier in Marktredwitz zu bauen. Am 13. September rollen die Bagger an.

Zwei „Schuldige“

„Es gibt zwei Schuldige, warum wir hier stehen“, meint Bauer mit einem Schmunzeln. „Das ist Oberbürgermeister Oliver Weigel mit seiner Vision auf der einen Seite und das Architekten-Team, das diese Vision übernommen und verfeinert hat, auf der anderen Seite.“ Investor Bauer wirft noch ein paar weitere Zutaten in den Topf, die ihm die Suppe schmackhaft gemacht haben: „Die Lage ist einmalig – mitten in der Natur und auch mitten im Ort. Naherholung direkt vor der Haustür und eine Wahnsinns-Altstadt.“

Ob Kindergarten, Cafés, Restaurants, Wohnungen und Behörden – hier auf dem Benker-Areal bilde sich künftig das gesamte Leben ab. Und gleich in der Nachbarschaft gebe es die Kösseine und das Naturbad. Als Investor sei er stolz auf dieses Projekt. „Hier entstehen wunderschöne Wohnungen“, versichert der Geschäftsführer der Wilhelm Bauer GmbH aus Erbendorf (siehe Info-Kasten). Von der Industriebrache über das Gartenschau-Gelände bis hin zu dieser Perle inmitten der Stadt sei das Areal gereift. So etwas habe er nur einmal in seinem Leben erlebt, betont der Bauherr. „Nämlich hier.“

Komfortabel und modern

Anton Faller, der das Projekt entwickelt hat, hat das Exposé für das Karree auf dem Benker-Areal mit dabei. Es weist das Leben am Auenpark als komfortables und modernes Wohnen für alle Generationen in Top-Lage aus. Die 47 Wohnungen haben in der Tat eine 1a-Lage in dem neuen Stadtteil in Dörflas. Denn das Quartier, das um einen begrünten Innenhof entsteht, grenzt unmittelbar an den Auenpark – mit Blick ins Grüne und auf den Auensee. Im Namen der Firmengruppe heißt der Projektleiter die zahlreichen Gäste willkommen – unter ihnen nicht nur alle am Bau Beteiligten. „Die Wichtigsten sind unsere Käufer, die künftig hier wohnen werden“, freut sich Faller, dass einige von ihnen zum Spatenstich gekommen sind.

Bauamt tüchtig gefordert

Es ist nicht nur ein freudiger Tag für den Investor und seine Mannschaft. Auch Oberbürgermeister Oliver Weigel strahlt über das ganze Gesicht: „Was kann es Schöneres geben als an einem Freitagmittag bei blauem Himmel einen Spatenstich vorzunehmen und in lauter strahlende Gesichter zu blicken!“ Die Bebauung des Quartiers Benker 4 sei ein wunderbarer Auftakt auf dem Benker-Areal. „Damit wird ein wichtiges Signal gesetzt“, so Weigel. „Dieses Projekt ist eine der größten Investitionen in den vergangenen Jahren im Wohnungsbau in unserer Stadt.“ Weigel dankt Christian Bauer für seinen Entschluss, hier zu investieren. Und dass er die Vision mittrage, freue ihn ganz besonders. Die Architekten Lisa und Peter Kuchenreuther – Tochter und Vater – setzten eben genau diese Visionen um, meint Weigel. Dass der Spatenstich so zügig über die Bühne geht, sei der Geschwindigkeit des Investors zu verdanken, „der unser Bauamt tüchtig gefordert hat“. Denn erst am 29. Juli war das Projekt dem Stadtrat vorgestellt worden. „Knapp einen Monat später haben wir den Spatenstich für das Wohnbauprojekt.“ Das sei schon außergewöhnlich.

Prominente Lage

Jetzt freue er sich darauf, dem Projekt beim Wachsen zusehen zu können, blickt der Oberbürgermeister bereits auf die Woche nach dem 13. September, wo die Bagger anrollen werden. Die künftigen Besitzer, die hier einziehen werden, wohnten wirklich in prominenter Lage. „Es gibt wirklich keinen besseren Fleck, um hier in Marktredwitz zu wohnen“, versichert er mit Blick zum angrenzenden Wallenstein-Radweg. „Und es hätten weit mehr Wohnungen sein können als 47, denn es gibt eine Warteliste“, lässt Weigel hinter die Kulissen blicken. „Das Karree auf dem Benker-Areal hat wirklich positive Resonanz gefunden.“ Jetzt brauche es nur noch eines: die Baugenehmigung. Und die hat Sachbearbeiter Harald Fleck quasi druckfrisch aus dem Bauamt mitgebracht.

Alles barrierefrei

Große Freude herrscht auch beim Architekten-Team Peter und Lisa Kuchenreuther. „Dass wir dieses wichtige und ehrgeizige Projekt unterstützen dürfen, ist eine tolle Sache“, unterstreicht der Marktredwitzer Architekt, der mit dem Karree ein Heimspiel hat. Wohnen, Kultur und Dienstleistungen fänden sich auf diesem Areal wieder. „Und es ist ein wichtiger Beitrag zur Innenentwicklung von Marktredwitz.“ Denn hier gibt es laut Architekt Kuchenreuther keinen neuen Flächenverbrauch. Hier setze man auf verdichtetes Wohnen. „Im Vergleich zu einer Einfamilienhaus-Bebauung nehmen wir hier nur zehn Prozent der Fläche in Anspruch“, verdeutlicht er. Für junge Menschen sei diese Art des Wohnens eine Orientierungsphase, während es für ältere Leute eher das Verschlanken bedeute, wenn man den Fokus auf kleinere Wohnungen lege. Die Größen der Wohnungen liegen zwischen 54 und 125 Quadratmetern. „Alle sind barrierefrei, haben einen Freibereich mit Loggia, Balkon oder Terrasse“, kündigt Peter Kuchenreuther an.

Rohbau steht Mitte 2022

Am 13. September beginnt der Baugrubenaushub – allerdings nicht mehr mit Spaten wie am gestrigen Freitag, zu dem die wichtigsten Vertreter der am Bau Beteiligten greifen. Da werden Bagger und Lastwagen anrollen. Zwei Wochen später dann sollen die Arbeiten am Kran-Fundament und der Tiefgarage anlaufen. Geplant ist die Fertigstellung des Rohbaus bis Mitte 2022, kündigt Projektleiter Anton Faller an.

Gabriele Müller freut sich schon auf ihre Wohnung in Marktredwitz. Drei Dinge – „natürlich neben der herrlichen Lage“ – sind für die künftige Eigentümerin entscheidend gewesen: Neubau, Tiefgarage und Aufzug. „Man muss an später denken!“

 

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