Ringen Pohl holt deutschen Vizetitel

Wolfgang Fleischer
Anna Pohl vom ASV Hof ist Deutschlands zweitbeste Ringerin in der A-Jugend. Foto: /Verein

Es ist ein Riesenerfolg für die Nachwuchsringerin des ASV Hof. Nach starken Auftritten hatte Annalena Pohl nur im Endkampf das Nachsehen.

Am vergangenen Wochenende fand in Dormagen die deutsche Meisterschaft im Ringen in der weiblichen A-Jugend statt. In der Klasse bis 61 Kilogramm wurde Annalena Pohl, die für den ASV Hof auf die Matte geht, vom Bayerischen Ringerverband nominiert. In dieser Gewichtsklasse kämpften insgesamt elf Ringerinnen um die Medaillenplätze.

Im ersten Kampf traf die ASVlerin auf ihre bayerische Mannschaftskollegin Lena Forstner vom AC Penzberg. Pohl ließ es ruhig angehen und versuchte mit sauberen Techniken Punkte zu sammeln, was ihr letztendlich auch gelang. Nach 2:38 Minuten führte sie 10:0 und wurde vom Kampfgericht zur Überlegenheitssiegerin erklärt. „Der erste Kampf ist immer etwas heikel. Durch den Sieg bin ich gut ins Turnier gekommen“, erläuterte Pohl ihren Sieg.

Nisa Keskin aus Südbaden musste in der nächsten Runde die Überlegenheit Pohls bereits nach 2:06 Minuten anerkennen. Auch in diesem hart geführten Kampf glänzte die A-Jugendliche mit sauberen Techniken und holte wiederum einen Überlegenheitssieg. In der nächsten Begegnung ging es somit um den Einzug ins Finale. Sofie Lechner vom SC Isaria Unterföhring hieß die Kontrahentin in diesem wichtigen Aufeinandertreffen. Pohl kämpfte hoch konzentriert, ging nie ins Risiko und war immer darauf aus, sichere Wertungen zu erzielen. So sammelte sie einen Punkt nach dem anderen ein und feierte auch hier einen 10:0-Überlegenheitssieg.

Mit Leonie Steigert vom ASV Vorstetten wartete im Finale dieser Gewichtsklasse keine geringere als die Titelverteidigerin und Dritte der Europameisterschaften. In einer ausgeglichenen ersten Runde konnte die Hoferin sehr gut mithalten, lag aber zur Pause 0:3 im Rückstand. Nun musste Annalena alles auf eine Karte setzen. Das hatte zur Folge, dass sie bei einem Angriff geschickt gekontert wurde. Der Rückstand betrug nun fünf Punkte. Pohl versuchte nochmals alles, musste sich der erfahrenen Ringerin aus Südbaden am Ende jedoch mit 0:10 geschlagen geben.

Nach kurzem Ärger über den verlorenen finalen Kampf überwog bei Pohl dann aber doch die Freude über Platz zwei, den sie gleich in ihrem ersten Jahr in dieser Altersklasse holen konnte. „Mit dem Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft habe ich mir einen Traum erfüllt. Nun heißt es fleißig weiter trainieren, um im nächsten Jahr wieder ins Finale zu kommen“.

 

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