Rio-Contest Band des Jahres steht fest

red

Der Wettbewerb „Rio – Rock in Oberfranken“ gastiert in der Linde in Hof und tags darauf in Bayreuth. Das Publikum kürt Oberfrankens Band des Jahres: Maximilian Adler und die „Splider Phaser Naked Band“. Szenen zweier Band-Contest-Abende.

Martin Enders mit Mandoline auf Publikumshänden: „Maximilian Adler & The Splider Phaser Naked Band“ in der Linde in Hof. Foto: Elena Edelmann

Am Freitag hat „Rio – Rock in Oberfranken“, das Bandförderprojekt des Bezirks Oberfranken, in Hof gastiert. Als ehrenamtlicher Popularmusikbeauftragter des Bezirks Oberfranken organisiert Samuel Rauch seit 2013 die Rio-Clubtour, vernetzt die oberfränkische Musikszene und versucht, ihr positive Impulse zu geben. „Zur Linde“ in Hof ist zwar immer die kleinste Location der Tour, die jedes Jahr vier Bands aus vier oberfränkischen Regionen auf die Bühne bringt – aber auch eine mit ganz viel Charme. Der Eintritt ist frei und die Bevölkerung ist eingeladen, am Ende des Abends am Laptop abzustimmen, welche Band am besten gefallen hat. Am Ende der Tour gewinnt eine Gruppe den Titel „Oberfrankens Band des Jahres“ und zusätzlich ein Preisgeld von 1000 Euro.

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Um 18 Uhr kommen die Veranstalter mit Assistentin Camilla Heppt an der Location an. Die Bands sind schon da, wirken von den drei Konzerten noch ein wenig müde, doch spätestens als „Linde-Chef“ Tim Ludwig sein einmaliges selbstgemachtes Chili serviert, ist die Stimmung in der Crew super. Während die Mittelalterband „Corvidae“ den Soundcheck macht, wird im Backstage auf zwei Akustikgitarren musiziert und dazu gesungen. Alle freuen sich auf das Konzert und sind gespannt, wie der Abend wohl verlaufen wird. Schon vor Einlass sind die ersten Besucher da, und langsam füllt sich die Location.

Der Coburger Singer- Songwriter Samu Neves beginnt und performt Songs auf seiner Akustikgitarre, die positiv aufgenommen werden. Dann kommen Corvidae auf die Bühne, die einige Fans mitgebracht haben. Mit ihrer packenden Performance und Livepräsenz begeistern sie mit Mittelalterrock in stimmigen Kostümen. Zwei Dudelsäcke runden das Soundbild ab. Die Band kommt wie immer bei der Tour sehr gut an, und die Stimmung im Publikum ist sehr gut.

Danach liefert eine der größten Nachwuchshoffnungen Oberfrankens, Palacity aus Bamberg, eine packende Show ab. Sänger Daniel gelingt es, das Publikum voll mitzunehmen, trifft jeden Ton seiner teils sehr schweren Gesangslinien, und die Band arbeitet sich präzise wie ein Uhrwerk durch die energetischen Songs. Die Spielfreude der Gruppe überträgt sich auf das Publikum, das jubelt und tanzt.

In der Umbaupause tauschen sich Samuel Rauch und Vorstandsmitglieder des Indie- Vereins ins Gespräch: Es geht ums jüngste Festival, und um die zukünftigen Planungen. Danach geht es musikalisch weiter: Jack Torrance aus Coburg, die krankheitsbedingt bei den ersten beiden Shows auf ihre Bassistin verzichten mussten, kommen nun immer besser in der Tour an, performen ihre harten Songs präzise und packend und erhalten viel Beifall vom Publikum.

Den Abend schlossen dann die Hofer Lokalhelden „Maximilian Adler & The Splider Phaser Naked Band“ ab. Nun war die Stimmung auf dem Höhepunkt, Martin Enders an der Mandoline wurde vom Publikum auf Händen durch den Veranstaltungsraum getragen, und die Gruppe wurde 45 Minuten lang von den tanzenden Fans gefeiert. Danach ging es an die Abstimmung: Die Zuhörer nutzten die Chance zahlreich.

Am Ende der Show sind alle begeistert vom gelungenen Konzertabend. In der Abschlussbesprechung mit allen Bands ging es noch um den Auftritt am Tag darauf in Bayreuth – der eine große Auszeichnung für die Hofer Gruppe mit sich bringen wird.

Maximilian Adler und die Splider Phaser Naked Band wurden am Samstag vor Bayreuther Publikum zu „Oberfrankens Band des Jahres 2022“ gekürt. Samuel Rauch sagt dazu: „Maximilian Adler kenne ich bereits seit vielen Jahren. Er war früher ausschließlich als Solomusiker mit seiner Gitarre unterwegs, spielte unzählige kleine Konzerte im In- und Ausland und machte Straßenmusik – und reifte als Künstler und Mensch.“ Erst vor drei Jahren entschloss er sich, seine Songs mit einer sechsköpfigen Band unter anderem mit Mandoline und Geige zu performen. „Das gab den schon immer sehr guten Liedern nun den entscheidenden Kick“, beschreibt Samuel Rauch die Hofer Gruppe. „Druckvoll, meist tanzbar, gute Laune verbreitend und teils im Gewand schneller irisch angehauter Folkpunk-Musik weiß Maximilian Adler die Menschen zu begeistern.“