Der Wind der letzten Tage hat die Montage noch verhindert, in dieser Woche soll sie aber starten: Das Windrad an der A 9, nahe der Ausfahrt Münchberg-Nord, bekommt seine Rotorblätter. Sie liegen bereit, auch der imposante Kran wartet seit einiger Zeit auf seinen Einsatz. Eigentümer und Betreiber des Windrads ist der Schokoladen-Hersteller Ritter Sport aus Waldenbuch bei Stuttgart. Für ihre Nachhaltigkeitsstrategie hat die Firma nicht nur in das neue Windrad investiert, sondern auch eines der benachbarten Gittermast-Windräder gekauft. Die Besonderheit des neuen Windrads ist seine Vorgeschichte: Initiator Andreas Abitz, Geschäftsführer von Common Sense Energy aus Arzberg, hat zehn Jahre für die Baugenehmigung gekämpft, der Fall beschäftigte die Justiz (wir berichteten). 2021 gab es grünes Licht. Allerdings muss das Windrad den Plänen von 2015 entsprechen. Der Turm ist neu, die Anlage hingegen gebraucht, sie stand bei Flensburg und wurde generalüberholt. Als älteres Modell schafft das Windrad eine geringere Leistung: drei Megawatt. Moderne Räder schaffen das Doppelte. Es soll jährlich bis zu 1600 Haushalte mit Strom versorgen. Text:cs/Foto: Patrick Findeiß