Rohrbruch in Kulmbach Wasser flutet Keller und Firmenhof

Mit großer Wucht schossen am Dienstagmittag Wassermassen aus der Fahrbahndecke der Luitpoldstraße. Danach musste die Feuerwehr Keller auspumpen und eine Lagerhalle absichern.

Kulmbach - Diesmal war kein Starkregen und auch kein Hochwasser die Ursache. Trotzdem sind am Dienstagmittag in der Kulmbacher Luitpoldstraße Keller und Höfe geflutet worden. Grund war ein Wasserrohrbruch. Die Folgen mussten 30 Feuerwehrleute aus Kulmbach und Melkendorf sowie Mitarbeiter des städtischen Bauhofs und der Stadtwerke bearbeiten. Die betroffenen Häuser müssen nun vorerst über eine noch am Dienstagnachmittag eingerichtete Notversorgung mit Wasser beliefert werden, sagt Stadtwerke-Chef Stephan Pröschold.

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Es war kurz nach 12 Uhr, als der Notruf einging. Mitten aus der Fahrbahndecke der Luitpoldstaße schoss mit hohem Druck eine gewaltige Menge Wasser. Das hatte sich zunächst seinen Weg nach oben gesucht, die Fahrbahn aufgeweicht und schließlich durchbrochen. Danach bahnte sich die Flut unter anderem ihren Weg in Keller benachbarter Häuser und auch in den Firmenhof der Firma Töpfer. Die Feuerwehr und der Bauhof hatten alle Hände voll zu tun. Um weiteren Schaden von einer Lagerhalle abzuwenden, mussten Sandsäcke platziert werden. Sonst wäre die Flut auch noch in dieses Gebäude eingedrungen, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Weich. Mit sechs Tauchpumpen und anschließend einem Wassersauger mussten die Einsatzkräfte vollgelaufene Keller leerpumpen. Zwei Stunden hatten die Helfer damit zu tun.

500 Kubikmeter Wasser sind nach dem Bruch der Leitung in nicht einmal einer Stunde mit hohem Druck aus der Straße geschossen, bestätigt Stephan Pröschold. Zum Vergleich: Das Becken des Kulmbacher Hallenbades fasst 730 Kubikmeter.

Die gebrochene Leitung hat laut Pröschold zwar nur einen Durchmesser von 15 Zentimetern. Sie hängt aber direkt an einer Hauptversorgung im Umfang von 50 Zentimetern. Das habe die gewaltige Wucht verursacht, mit der das Wasser so lange austrat, bis die Schieber geschlossen werden konnten.

Umgehend sei mit der Reparatur begonnen worden. Die werde sich noch etwas hinziehen. Das Loch in der Straße müsse vorübergehend mit Schotter geflickt werden. Asphalt könne im Winter nicht verarbeitet werden, sagt Pröschold, der hofft, dass die von der normalen Wasserversorgung abgetrennten Häuser im auf des Mittwochs wieder versorgt werden können.

Wer Schäden erlitten hat, solle die bei den Stadtwerken melden, informiert Stephan Pröschold. Ein Rohrbruch wie dieser sei ein klassischer Versicherungsschaden, für den die Stadtwerke kraft Gesetzes generell aufkommen müssen.