Bildergalerie Dolce Vita in den Hofer Saaleauen

Heike Sommermann

Sommer – Sonne – Saalestrand: Das dreitägige Fest unterhalb der Hofer Altstadt am Ufer der Saale hat den Hofern schon kurz nach dem Volksfest eine weiterer, besonders stimmungsvolle Art zu feiern ermöglicht.

Das Saaleauenfest 2022 sprühte nur so vor Sommerfeeling und jeder Menge guter Laune! Am Wochenende hat nach zwei Jahren Pause endlich wieder das große Fest an einem der schönsten Plätze in Hof stattgefunden. Es stand unter dem Motto „Saale, Strand & Mehr“ und dauerte von Freitagnachmittag bis Sonntagabend. Veranstalter war das Stadtmarketing Hof mit Carsten Reichel als Gesamtverantwortlichem und den Partnern „dominiks“, „Legends Event“, der Fränkischen Volksfestwirt GmbH, der Narhalla und DJ Mocky & Friends. Insgesamt zählten die Veranstalter zirka 6500 Besucher; am Freitag wurden 1500 Tickets verkauft, am Samstag 3500; am Sonntag war der Eintritt frei.

Das hübsche grüne-gelbe Stoff-Bändchen, das erhielt, wer sich gleich die Wochenend-Karte für Freitag und Samstag gönnte, erinnerte an ein Festival-Ticket. Als ein kleines, aber feines Familien-Festival könnte man das Saaleauenfest 2022 auch getrost bezeichnen. Es gab tolle Angebote für die Kleinen an den Nachmittagen, drei Musik-Bühnen, auf denen insgesamt neun teils außergewöhnliche und auch hochrangige Livebands sowie unterschiedliche DJ’s am Abend für Stimmung sorgten, und viele kulinarische Angeboten in Form von Getränken, leckerem Essen und Süßigkeiten.

Am Saalestrand Die knallgelben Liegestühle zwischen den Palmen am Saalestrand sowie Teppiche mit roten Sitzhockern in der Wiese luden zum Verweilen. Wer sich an einem der Stände ein kühles Getränk, einen Cocktail oder eine Leckerei dazu holte, hatte zur Einstimmung schon mal alles richtig gemacht. Nachdem es am Freitag und Samstag in den frühen Nachmittagsstunden noch eher beschaulich zuging, wurde es vor allem Samstag gegen Abend richtig voll. Die vielen auf dem Areal verteilten, oft hübsch geschmückten Tische und Bänke boten genügend Sitzgelegenheiten für die vielen Gäste aus Nah und Fern. Ein Gläschen Wein oder Sprizz in der halbrunden Bar oberhalb des großen Biergartens, ein bunter Cocktail, idyllisch an der Saale, oder lieber gesellig mittendrin ein Bierchen mit Freunden – jeder konnte sich sein bevorzugtes Plätzchen suchen. Dazu gab es Burger, Waffeln, Crêpes oder etwas Vegetarisches zu schnabulieren.

Bunte Lichter, wohin man blickte, setzten vor allem nachts das ohnehin wunderschöne Areal wunderbar in Szene. Die Saale schimmerte und schillerte in den unterschiedlichsten Farben. Das Plätschern des eigens angelegtem Wasserfalls und einiger hoher Wasserfontänen, gleich neben der Beach-Bar, machten die Strandatmosphäre perfekt.

Uschi Gill sitzt am späten Samstagnachmittag mit einem Buch in einem der Liegestühle und liest. Die 71-Jährige lässt sich nicht stören vom Gewusel, den vielen Stimmen und der Musik um sie herum. „Es ist richtig schön hier, und wenn was los ist in Hof, dann bin ich natürlich dabei“, erklärt die Hoferin lachend. Die gemütlichen Plätze am Saaleufer waren den ganzen Tag, bis spät in die Nacht ein beliebter Treffpunkt zum Verweilen, Quatschen oder Ausruhen zwischen den Auftritten der Bands.

Für die Kinder Das Wasser der Saale wurde für verschiedene Aktivitäten der Kinder genutzt. Bei der Firma Wilo konnten die Kinder ihre Zielsicherheit mit einem Wasserschlauch testen und versuchen, eine Eimer-Pyramide auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses umzuspritzen. Der siebenjährige Oskar Sammet aus Nürnberg, mit seinen Eltern auf Urlaub in Hof, nutzte die Gelegenheit und war begeistert! Eine außergewöhnliche und ziemlich wackelige Saaleüberquerung bot die Reservistenkameradschaft Hof den mutigen Kids, von denen es nicht wenige gab. Zurück ging es entweder ratz fatz über die Seilrutsche durch die Luft oder gemütlich schaukelnd im Schlauchboot durchs Saalewasser. Des Rätsels Lösung finden, sich durch ein „Lasernetz“ schlängeln und dann den digitalen Tresor knacken? Oder doch lieber den Fitness-Parcours absolvieren und sich danach den Superhelden oder die Prinzessin ins Gesicht pinseln lassen – diese und weitere interessante Angebote gab es für die Jüngsten. Manche Eltern kleiner Kinder hätten sich allerdings für ihren Nachwuchs noch etwas mehr Angebote gewünscht.

Die Musik Wer mochte, der hatte an den drei Abenden genügend Gelegenheit, so wichtig abzutanzen. Das Musikprogramm am Freitag und Samstag legte die Messlatte mit den Headlinern The Busters und Mariuzz ziemlich hoch. Carsten Reichel und Bürgermeisterin Eva Döhla begrüßten am Freitagnachmittag die Gäste und lobte die Teamleistung der Verantwortlichen. Sie gab die Bühne frei für die Hoferin Amber Leaves, die um 17 Uhr mit ihrer Gitarre und viel guter Laune das Musikprogramm eröffnete. Weiter ging es rockig und frech mit den drei Sailorrats aus Freiburg, bevor Weitmeer aus Leipzig die Bühne eroberten. So richtig zum Beben brachten das Hofer Publikum The Busters, eine der bekanntesten deutschen Ska-Bands aus Freiburg. Vom ersten bis zum allerletzten Ton fetzte die neunköpfige Band ihr Repertoire mit sattem Sound ins Publikum, sodass es viele nicht auf ihren Plätzen hielt. Auch sich selbst schonten die Männer an der Front nicht, sondern shuffleten und feierten, was das Zeug hielt. Die Band, die es seit 1987 gibt, hat die deutsche Ska-Szene sicherlich entscheidend geprägt. In der Urbesetzung spielen heute noch Markus Schramhauser „Schramme“ an der Orgel, Hardy Appich an der Trompete und Pianist Stephan Keller. Mathias Demmer, der Mann an den Saxofonen, sagte vor dem Konzert: Wir freuen uns auf den Auftritt. Es wird super werden, da bin ich mir sicher!“ Am Samstag eröffnete die Hofer Band Desission mit selbst gemachter deutscher Musik das Spektakel. Mit den Recalls aus Stuttgart, die ihren authentischen 60er-Jahre-Sound ausschließlich mit Vintage-Instrumenten und -Equipment performen, ging es wild und originell weiter. Den krönenden Abschluss, bei dem das Auen-Publikum sich so richtig mitnehmen ließ, machte Mariuzz, die Westernhagen-Tribute-Band, mit dem Sänger, der dem „Meister“ Westernhagen nicht nur optisch, sondern auch stimmlich zum Verwechseln ähnlich ist.

Das Saale-Rondell wurde am Freitag und Samstag mit Mallorca-Hits und Karibik-Flair zum runden Sommer-Tanzparkett, während sich am Saalestrand die Feier-Meute in der Freitagnacht um das geniale Raver’s Nature Team mit wummernden Beats und gleißenden Lichteffekten scharte und gar nicht nach Hause wollte. Auch am Samstag und Sonntag sorgten hier verschiedene DJ´s für die richtige Stimmung.

Das Sonntagsprogramm begann mit einem Gottesdienst und leckerem fränkischen Mittagstisch; es wurde am Nachmittag von Frank Willutzki aus Hof musikalisch gestaltet. Den Abschluss übernehmen die fünf Jungs der Band Wee Bush Living Room Orchester als letztem lokalen Glanzpunkt.

Bilanz Organisationsleiter Carsten Reichel sagte am späten Sonntagnachmittag: „Ich bin sehr zufrieden. Es war eine tolle Veranstaltung mit neuem Konzept, das von den Gästen sehr gut angenommenen wurde.“

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