"Coup" für Haenni
Haenni war einst bei der UEFA die erste Mitarbeiterin, die sich ausschließlich um Frauenfußball kümmerte. Während ihrer 18 Jahre beim Weltverband FIFA besetzte sie unter anderem den Abteilungsleiter-Posten. Die gebürtige Bielerin gilt als international bestens vernetzt - und unerschrocken im Kampf um mehr Rechte und Aufmerksamkeit für den Frauenfußball.
"Coup für die Schweizer Fußballfunktionärin", titelte der "Tages-Anzeiger" über ihrem Wechsel nach Leipzig. "Ich habe nichts gegen Männer – solange sie sich auskennen", sagte Haenni im vergangenen Sommer in einem "Zeit"-Interview mit der ihr typischen Lässigkeit. Im "Kicker" prophezeite sie während der EM in der Schweiz: "Der Frauenfußball wird eines Tages so groß wie der Männerfußball."
Hassbrief öffentlich gemacht
Für internationale Schlagzeilen hatte Haenni 2022 gesorgt, als sie einen erhaltenen Hassbrief gegen den Frauenfußball mit sexistischen und homophoben Kommentaren auf Social Media teilte. "Mit der Publikation dieses Briefes wollte ich die Öffentlichkeit weiter sensibilisieren und aufzeigen, dass Respekt und Toleranz noch immer zu oft mit Füßen getreten werden", teilte sie als damalige Direktorin des Schweizerischen Fußballverbandes mit.