Hof - Radiologen mögen das anders sehen, für Dr. Abhishek Pandey sind Operationen in aller Subjektivität die Disziplin schlechthin. Wenn der Chefarzt der Urologie am Hofer Sana-Klinikum an Prostata oder Niere schneidet, bedient er oft ein sündhaft teures Werkzeug mit schickem Namen: „Da Vinci“. Eine Anlehnung an das Genie, das zu Beginn der Renaissance einen „mechanischen Ritter“ entworfen haben soll. Der Operations-Roboter der US-Firma Intuitive Surgical ist für den Hofer Mediziner kein 1,9-Millionen-Euro teures Spielzeug für Technikfreaks unter den Chirurgen, sondern ein Präzisionsinstrument mit vielen Vorteilen für den Patienten. „Eigentlich ist es kein richtiger Roboter“, schränkt Professor Alexandre Mottrie ein. Der belgische Arzt und ehemalige „Da-Vinci-Coach“ Pandeys forciert den Einsatz des Geräts, das dem Prinzip von „Master and Slave“ – Meister und Sklave – folgt. Es kann nicht autonom arbeiten, jede Bewegung geht vom Chirurgen an einer Konsole aus.