Hof - Die Rettung der Münch-Ferber-Villa gilt als Musterbeispiel für die erfolgreiche Sanierung eines historischen Gebäudes. Die Frage der Nutzung ist komplizierter. „Man muss ganz klar sagen: Es ist nicht das draus geworden, was wir uns gewünscht hatten“, sagt Werner Mergner. Er ist der Geschäftsführer der Forum Gesundheit gGmbH, die die Münch-Ferber-Villa betreibt. Und er ist der letzte derer, die sich vor gut einem Jahrzehnt eingesetzt hatten für die Rettung des historischen Gebäudes. Die anderen sind schon lange nicht mehr dabei: Als noch während der Sanierungsphase klar wurde, dass die Villa nicht wie gewünscht zum Hort der Kultur werden kann, fand man eine neue Nutzung – als Zentrum für medizinischen Austausch. Weil die Villa mit Kunst nicht zu betreiben gewesen wäre – sprich: zu bezahlen. Dass das mehr als eine Notlösung ist, betonen alle Beteiligten in den Gesprächen. „Es geht um neue Wege in der Medizin!“, sagt Werner Mergner. Das Haus steht, neun Jahre nach der Eröffnung, in tadellosem Zustand da (der Garten ist eine andere Geschichte, dazu später mehr); die Rechnungen werden pünktlich bezahlt; und das Kleinod ist in gewissem Rahmen öffentlich zugänglich. Damit sind alle Kriterien erfüllt, die den Villa-Betrieb zum Erfolg machen. Trotzdem scheint sich der Geist der Harmonie nicht uneingeschränkt niedergelassen zu haben im historischen Gemäuer.
Saniertes Kleinod Was passiert in der Münch-Ferber-Villa?
Christoph Plass 08.03.2021 - 11:45 Uhr