Verkehr So will Kulmbach fahrradfreundlicher werden

Im vergangenen Jahr erhielt Kulmbach bundesweit die rote Laterne beim Fahrradklimatest des ADFC. Seitdem hat die Stadt einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Sicherheit von Radfahrern zu erhöhen.

Radfahren in Kulmbach ist nicht immer so einfach, wie es eigentlich sein sollte. Das kritisierte bereits mehrfach der ADFC. Foto:  

Der Ausbau der Verbindungsstraße im Kulmbacher Ortsteil Niederndobrach befindet sich auf der Zielgeraden. Aktuell wird der von Radfahrern gerne genutzte Weg asphaltiert. Auf einer Länge von 150 Metern wird aus einer ehemaligen Schotterpiste mit Schlaglöchern eine ebene Straße, heißt es von der Stadt Kulmbach.

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Schon in wenigen Tagen soll die Strecke, die auch als Fahrradweg ausgeschildert ist, komplett für den Verkehr freigegeben werden. „Wir haben während der Bauarbeiten immer wieder positive Rückmeldungen von Passanten bekommen. Das zeigt uns, dass diese Maßnahme für die Menschen vor Ort von besonderer Wichtigkeit ist“, betont OB Ingo Lehmann.

Pflaster, Schilder und Fahrradständer

Der neu asphaltierte Weg in Niederndobrach sei nicht die einzige Maßnahme für den Radverkehr, die in den vergangenen Jahren umgesetzt worden sei. So seien neue Radstreifen in der Weiherer Straße und im Bereich des Kreisverkehrs in der Hofer Straße angelegt worden. Neue Geh- und Radwege entstanden von Lösau nach Kirchleus und zwischen Leuchau und Schwingen. Bei der aktuellen Baustelle im Kirchwehr würde speziell für den Radverkehr eine glatte Pflasteroberfläche verlegt. Des Weiteren sind neue Geh- und Radwege zwischen der Lichtenfelser Straße und der Schauerkreuzung, entlang der Straße „Am Kreuzstein“, an der B 289 zwischen Burghaig und Seidenhof sowie zwischen dem Ortsteil Kirchleus und dem Weißenbrunner Ortsteil Gösserdorf in der Planung, heißt es aus dem Rathaus.

Auch zahlreiche Schilder in der Kulmbacher Innenstadt seien radfahrfreundlich installiert worden. In der Marienbader Straße, dem Danziger Weg, der Hollergasse, der Weidenleite, dem Kadalöhleinsweg, der Bayernleite, der Ludwig-Crößmann-Straße, der Hans-Planck-Straße und der Christian-Pertsch-Straße wurde die Einbahnstraßenregelung für den Radverkehr aufgehoben. Weitere Einbahnstraßen werden in der Blaich in der Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben. In Zusammenarbeit mit Kulmbacher Bürgern wurden darüber hinaus mehrere vorhandene Radwegeschilder in der Stadt Kulmbach ergänzt, um für zusätzliche Sicherheit für Radfahrer zu sorgen, zählt der Oberbürgermeister weiter auf.

Auf dem Radweg in der Pestalozzistraße würden noch in diesem Jahr Poller errichtet, um den Radverkehr besser vor den parkenden Fahrzeugen zu schützen. Weiterhin plane die Stadt Kulmbach bis zum Ende dieses Jahres die Markierung von zusätzlichen Radfahrstreifen in der Innenstadt.

„Wir versuchen Stück für Stück im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten die Situation für den Radverkehr in unserer Stadt zu verbessern“, betont Lehmann. Dazu zählten auch die neuen Fahrradständer am Kulmbacher Bahnhof oder auch die neuen Fahrrad-Reparatursäulen an der Stadthalle und dem Wohnmobilstellplatz, die sehr gut angenommen werden würden.