Die Spieler der Eispiraten Crimmitschau werden die Pressekonferenz am Freitagabend nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung im DEL2-Derby gegen die Selber Wölfe vermutlich nicht verfolgt, die Stimmen aber sicher nachgeliefert bekommen haben. Ihr maßlos enttäuschter Trainer Marian Bazany hatte nämlich kein Blatt vor den Mund genommen. „Was wir im ersten Drittel veranstaltet haben, war eine bodenlose Frechheit. Die Hälfte der Mannschaft sollte sich so was von schämen“, polterte der 47-jährige gebürtige Slowake. „Es kann nicht sein, dass wir in so einem wichtigen Spiel so eine Leistung abliefern.“ Schon während der Begegnung, die 2440 Zuschauer, darunter etwa 300 Wölfe-Fans im eiskalten Sahnpark verfolgt hatten, hatte Bazany auf seiner Bank immer wieder verzweifelt abgewunken und den Kopf geschüttelt.