Schaden fast 5000 Euro Betrüger geben sich online als Microsoft-Mitarbeiter aus

Zwei Hofer fallen auf eine Online-Betrugsmasche hinein und verlieren Geld im vierstelligen Bereich. Die Polizei warnt vor weiteren Betrugsversuchen.

Mit täuschend echten Pop-up-Fenstern geben sich Betrüger als Microsoft-Mitarbeiter aus. Foto: imago/Rüdiger Wölk

Zwei Männer aus dem Raum Hof sind Opfer einer bekannten Betrugsmasche im Internet geworden. Wie die Polizeiinspektion Hof mitteilt, erstatteten am Dienstag ein 82-Jähriger und ein 63-Jähriger unabhängig voneinander Anzeige wegen Online-Betrugs.

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Beide Geschädigten hatten zuvor festgestellt, dass ihre Computer angeblich gesperrt waren. Auf dem Bildschirm erschien ein Pop-up-Fenster mit der Aufforderung, einen vermeintlichen Mitarbeiter von Microsoft zu kontaktieren.

Betrüger erlangen Zugang zu Bankdaten

In anschließenden Telefonaten gelang es dem unbekannten Täter, das Vertrauen der Männer zu gewinnen. Sie gewährten ihm Fernzugriff auf ihre Rechner und gaben zudem ihre Bankdaten preis.

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Diese Informationen nutzte der Betrüger, um mehrere Abbuchungen von den Konten der Geschädigten vorzunehmen. Der entstandene Vermögensschaden beläuft sich insgesamt auf fast 5.000 Euro. Die Polizei leitete in beiden Fällen Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Betrugs ein.

Erfolgreiche Betrugsmasche: Opfer verlieren oft alles

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine seit Jahren bekannte Masche, die leider immer wieder erfolgreich ist. Teilweise werden Computer der Opfer durch Schadsoftware blockiert, in anderen Fällen wird eine Sperrung lediglich vorgetäuscht.

Die Täter setzen ihre Opfer dabei häufig unter Druck und drohen mit dem Verlust sämtlicher Daten, um sie zur Preisgabe sensibler Informationen zu bewegen. Die Betrüger agieren meist in gut organisierten, internationalen Strukturen und sind daher nur schwer zu ermitteln. Das erbeutete Geld ist in den meisten Fällen verloren.

Die Polizei warnt eindringlich davor, Unbekannten Zugriff auf den eigenen Computer zu gewähren oder Kontodaten weiterzugeben. Zudem rät sie, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, keine fremden Programme auf telefonische Anweisung zu installieren und stets aktuelle Sicherheits-Updates sowie ein Antivirenprogramm zu nutzen. Im Zweifel sollte der Computer sofort ausgeschaltet, vom Stromnetz getrennt und die Polizei verständigt werden.