Schiller-Gymnasium Hof Jugend forscht erfolgreich daheim

red

Hofer Schiller-Schülerinnen und Schüler haben an interessanten Projekten getüftelt und die dazugehörigen Apparaturen selbst gebaut. Einige haben damit beim Regionalentscheid „Jugend forscht“ Preise geholt.

Hof - Sieben Schülerinnen und Schüler des Hofer Schiller-Gymnasiums haben am Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend forscht“ teilgenommen, quasi in Heimarbeit: Sie haben ihre Forschungen in Corona-Zeiten zu Hause durchgeführt. Und dies mit Erfolg.

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Felix Fleßa (Q12) bewies mit seiner Arbeit „Energy Harvesting mittels des Piezo-Effekts“, dass es möglich ist, durch Piezo-Kristalle in der Schuhsohle elektrische Energie zu erzeugen und zu nutzen. Für den Läufer unmerklich wird elektrische Energie erzeugt und in Kondensatoren zwischengespeichert. Sie kann zum Beispiel zur Beleuchtung des Umfelds der Schuhe eingesetzt werden. Damit gewann Felix Fleßa in der Kategorie Physik den zweiten Platz.

Laura Haueis und Lucia Herrmann (beide Q11) haben in ihrer Arbeit „Diabetes und Schule – zwei Gegensätze, die sich abstoßen?“ untersucht, welchen Einfluss ein Schulalltag mit Prüfungsstress, sportlichen Aktivitäten und allem, was dazugehört, auf den Blutzuckerspiegel einer Typ-1-Diabetikerin und auf eine gesunde Schülerin hat. Dafür haben sie regelmäßig Blutzucker- und Blutdruckmessungen durchgeführt, die Tätigkeiten protokolliert und alles ausgewertet. Für die detaillierten Untersuchungen erhielten sie einen Sonderpreis in der Kategorie Biologie und auch den dritten Preis in dieser Kategorie.

„AHA+L“ – Einem Teil dieser Formel des Bundesministeriums für Gesundheit zum Schutz vor Coronaviren widmete sich Florian Dalke (Q12) in seiner Arbeit „Lüften ohne Frieren! – Das vollautomatische Lüftungssystem für Klassenzimmer“. Er entwickelte ein Lüftungssystem, das temperatur- und CO2-konzentrationsabhängig ein Klassenzimmer mit vorgewärmter Frischluft versorgt und verbrauchte Luft nach außen absaugt. Sollte es bei zu kalter Außentemperatur nicht möglich sein, die Frischluft auf Raumtemperatur zu temperieren, schaltet die Anlage auf Umluft um und leitet die Raumlu ft durch eine Filteranlage.

Auch bei der Arbeit von Marc Pfeffer (Q11) war die Corona-Pandemie Ideengeber: Seine „elektrische Krankenschwester“ dient zur kontaktreduzierten Essensversorgung im Krankenhaus. Der von Marc Pfeffer gebaute und programmierte Roboter kann Tabletts mit Essen in ein Patientenzimmer liefern und die leeren Tabletts wieder abholen. Den Weg in das richtige Zimmer und zurück zum Ausgangspunkt findet der Roboter durch das Abscannen von Orientierungslinien, die auf den Boden aufgeklebt werden können. Für dieses einfallsreiche Konzept und die Umsetzung erhielt er einen Sonderpreis in der Kategorie Technik.

Beim Projekt „Hühnerstall 4.0“ von Johannes Klaschka (Q12) geht es um einen vollautomatischen Hühnerstall. Die Fütterung, die Trinkwasserversorgung, die Beleuchtung und das Öffnen und Schließen der Stalltür sind automatisiert. Johannes Klaschka wurde für eine Vorstufe dieses Projekts bereits beim Regionalwettbewerb im vergangenen Jahr mit dem ersten Preis im Fachbereich Arbeitswelt ausgezeichnet. Neu ist nun, dass alle Funktionen App-basiert überwacht und gesteuert werden können. Für diese smarte Hühnerstall-Umsetzung erhielt Johannes Klaschka diesmal einen Sonderpreis in der Kategorie Arbeitswelt.

Gegenstände filigran greifen und bewegen an Orten, an denen man nicht gefahrlos arbeiten kann: Diese Idee verfolgte Vitus Vonnegut (Q12) mit seiner „Humanoiden Roboterhand“. Er entwickelte und programmierte einen Handschuh, mit dem man eine Roboterhand feinmotorisch steuern kann, als würde man selbst greifen.

Als „Besonders erfolgreiche Schule“ erhielt das Gymnasium 250 Euro von der Heide-Ibach-Stiftung. red