Wenn die ehrenamtliche Helferin heute, nach zehn Jahren, das Schuhgeschäft betritt, läuft es ihr noch immer eiskalt den Rücken hinunter. Sie erinnert sich daran, dass sie 2015 mit einem Jungen aus Afghanistan am Tag seiner Ankunft in Arzberg hier war, um ihm Schuhe zu kaufen. Der Jugendliche, eigentlich noch ein Kind, war zusammen mit rund 15 weiteren Jungs als sogenannter Unbegleiteter Minderjähriger in der leerstehenden früheren Strickerei am Schachtweg in Arzberg untergebracht worden und hatte buchstäblich nur das, was er am Leib trug. Schuhe hatte er keine, nur Flipflops.
Rahmanullahs harter Weg Wie ein junger Afghane in Arzberg Fuß fasste
Christl Schemm 01.09.2025 - 14:00 Uhr